Philologische Fakultät

Fakultät

Die Philologische Fakultät ist mit ihren 10 Instituten und der z.Zt. höchsten Studierendenzahl die größte Fakultät der Universität Leipzig. Sie setzt sich aus den Instituten für

zusammen, die zum größten Teil auf eine lange Tradi­tion und erfolgreiche Geschichte an der Universität Leipzig zurückblicken können. Die angebotenen Lehr­amts-, Bachelor- und  Masterstudiengänge sind durch die Einheit von Sprachwissen­schaft (einschließlich Translatologie), Literaturwissenschaft, Kulturstudien und Fachdidaktik geprägt.

Im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre beruhen die Profilschwerpunkte der Philologischen Fakultät einerseits auf den positiven Traditionen der Institute, andererseits entstehen sie durch Zusammenarbeit in den interdisziplinären/ übergreifenden Zentren der Universität Leipzig. Darüber hinaus wird in der Fakultät international sowie transdis­ziplinär vernetzte Forschung betrieben. Besondere innovative Schwerpunkte entwickeln sich aus der Kooperation mit den außeruniversitären For­schungseinrichtungen:  Max-Planck-lnstitut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Max-Planck-lnstitut für Evolutionäre Anthropologie, Geisteswissenschaftliches Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO), Ibero-Amerikanisches Forschungsseminar, Simon-Dubnow-lnstitut für Jüdische Ge­schichte und Kultur, Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa (MOEZ) sowie Sächsische Akademie der Wis­senschaften zu Leipzig. Die Fakultät ist federführend beteiligt am DFG-Forschungsschwerpunkt  "Sprach­produktion", an den Forschergruppen "Sprachtheoretische Grundlagen der Kognitionswissen­schaft“,  "Gramma­tik und Verarbeitung verbaler Argumente",  am  Graduiertenkolleg "Universalität und Di­versität: Sprachliche Strukturen und Prozesse“  sowie am Internationalen Promotionsstudiengang "Transna­tio­nalisie­rung und Regionalisierung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart". Darüber hinaus laufen von der Volkswagenstiftung und der DFG geförderte Typologie-Projekte sowie mehrere von der DFG geför­derte Einzelprojekte. Die Fakultät bringt sich mit ihrem Forschungspotenzial zugleich in die Profillinien der Uni­versität, insbesondere zum profilbildenden Forschungsschwerpunkt "Language, Brain and Cognition" sowie in "Contested Orders" ein.

Das Institut für Amerikanistik wurde 1994 als eines der wenigen eigenständigen Institute für diese Fach­richtung in Deutschland gegründet. Es betreibt Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit zu Themen der US-amerikanischen Kultur, Geschichte, Literatur und Politik aus interdisziplinärer Perspektive und mit inter­nationaler Ausrichtung und verfügt über Stiftungs- und Gastprofessuren (Fulbright-Leipzig Distinguished Chair for American Studies, Picador Professorship for Literature und DAAD Guest Professorship for Ameri­can and International Studies). Das Institut zeigt außerdem mit dem DFG-Projekt „Postrevolutionäre Ameri­kanische Identi­tätsbildung in einem transnationalen Kontext“ Exzellenz in der Forschung.

Das Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie, das Übersetzer und Dolmetscher für die Sprachen Englisch, Spanisch, Französisch und Russisch ausbildet, ist der Tradition der Leipziger Überset­zungswissenschaftlichen Schule verpflichtet (mit Schwerpunkt auf Fachtextübersetzen, Qualitätsmanage­ment, Terminologieforschung und Didaktik des Dolmetschens und Übersetzens).

Das Institut für Anglistik vereint die Abteilungen Englische Literatur/Neuere Englischsprachige Literatu­ren, Fachdidaktik, Kulturstudien Großbritanniens, Sprachwissenschaft sowie das Lektorat für sprachprakti­sche Ausbildung. Die Anglistik versteht sich als Textwissenschaft, die sich mit den Literaturen und Kulturen der Britischen Inseln sowie der englischen Sprache in ihren jeweiligen Ausprägungsformen diachron und synchron beschäftigt.

Das Institut für Germanistik ist das größte Institut der Philologischen Fakultät. Es gliedert sich in die Lehr- und Forschungseinheiten Deutsche Sprache der Gegenwart, Historische deutsche Sprachwissenschaft, Neuere deutsche Literatur/Literaturtheorie, Neueste deutsche Literatur, Didaktik der deutschen Sprache und Literatur sowie Sprecherziehung.

Das Herder-Institut ist das älteste Institut für Deutsch als Fremdsprache im deutschsprachigen Raum. Es gliedert sich in die Bereiche Linguistik, Angewandte Linguistik, Phonetik, Kulturstudien sowie Didak­tik/Methodik des Deutschen als Fremdsprache. Mit vier Professuren gehört das Institut zu den derzeit größ­ten wissenschaftlichen  Einrichtungen seiner Art und genießt weltweit hohes Ansehen.

Am Institut für Klassische Philologie und Komparatistik sind mit der Klassischen Philologie und der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft eines der ältesten und eines der jüngsten Fächer der Fakultät unter einem Dach vereint. Beide Fächer verstehen sich als Textwissenschaft: Die Klassische Philologie befasst sich mit der Sprache der Literatur der griechisch-römischen Antike von den Anfängen im 8. vorchristlichen Jahrhundert bis ins frühe Mittelalter; die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissen­schaft analysiert die Weltliteratur unter vergleichendener Perspektive und beteiligt sich an der aktuellen literaturwissenschaftlichen Theoriebildung.

Das Institut für Linguistik gliedert sich in die Arbeitsbereiche Allgemeine Sprachwissenschaft, Typologie und Pragmalinguistik sowie Psycholinguistik. Das Institut, zu dessen Forschungsschwerpunkten Theoretische Grundlagen der Grammatikforschung, der Sprachverarbeitung und der Typologie gehören, ist besonders erfolgreich in der Einwerbung von Drittmitteln.

Das Institut für Romanistik fühlt sich zum einen der Konzeption einer Gesamtromanistik verpflichtet, so werden im Bachelorstudiengang "Romanische Studien" zwei romanische Philologien in Kombination studiert, zum anderen wird eine klare Profilbildung verfolgt, die den historisch entstandenen Ausdifferenzie­rungen einzelner Sprach- und Kulturräume Rechnung trägt. Diese Profilbildung schlägt sich in drei Masterstudiengängen in den Frankreich-/Frankophoniestudien, in den transdisziplinären Lateinamerikastudien (inkl. Brasilien) und in den Spanien-/Portugalstudien nieder. Besondere Aufmerksamkeit erfahren Literatur- und Kulturwissenschaften sowie auch ästhetische mediale Entwicklungen. Am Institut für Romanistik sind das Ibero-Amerikanische und das Frankophone Forschungsseminar angesiedelt.

Das Institut für Slavistik bietet ein ausdifferenziertes Programm in Ost-, West- und Südslavistik sowie Deutsch-Slavischer Namenforschung und ist in der Forschung u.a. auf die slavischen Literaturen in Dia­chronie und Synchronie, Literaturtheorie, generative grammatische Beschreibung der slavischen Sprachen, Soziolinguistik und Sprachkontaktforschung konzentriert.

Das Institut für Sorabistik ist weltweit die einzige universitäre Einrichtung, an der Ober- und Niedersor­bisch als muttersprachliche Philologie studiert werden kann und die sorbische Sprache und Literatur wis­senschaftlich untersucht werden.

Als universitäre Bildungs- und Forschungsinstitution pflegt die Philologische Fakultät ihr internationales An­sehen. Sie ist sich bewusst, dass ihre wissenschaftlichen Beiträge nur genügen, wenn sie vor der internatio­nalen Forschungsgemeinschaft bestehen. Deshalb fördert die Philologische Fakultät die internationale Zu­sammenarbeit konsequent in allen Bereichen der Forschung und Ausbildung, entsendet und empfängt über verschiedene Austauschprogramme, Universitäts- und Fakultätspartnerschaften Studierende und Gastwis­senschaftler aller Fachrichtungen.


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