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Das gemeinsame Projekt der Universität Leipzig und der TU Dresden mit dem Titel „Praxis-digitaliS: Praxis digital gestalten in Sachsen“ wird im Rahmen des Bund-Länder-Programmes „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ gefördert. Das entsprechende Auswahlgremium schlug das Verbundvorhaben mit einem Volumen von knapp drei Millionen Euro am 24. Mai 2019 zur Förderung vor.

„PraxisdigitaliS“ entwirft ein umfassendes Konzept für die Digitalisierung der Lehramtsausbildung.

„PraxisdigitaliS“ entwirft ein umfassendes Konzept für die Digitalisierung der Lehramtsausbildung. Foto: Karen Schwarzer

Die zur Förderung empfohlenen Projekte werden im nächsten Verfahrensschritt dazu aufgefordert, Vollanträge zu stellen, mit denen Fördermittel bis zur Höhe der vom Auswahlgremium festgelegten Obergrenzen beantragt werden können. Neben dem Verbundvorhaben betrifft das in Sachsen ein Projekt der TU Chemnitz und ein weiteres der TU Dresden.

Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärte dazu: „Die Universitäten haben sich mit drei Vorhaben beworben, die auf ganz spezielle Aspekte der Lehramtsausbildung zugeschnitten sind und können nun von einer sehr umfangreichen Förderung profitieren. Es ist enorm wichtig, dass digitale Lernmethoden in den Universitäten entwickelt und gelehrt werden, damit die künftigen Lehrer sie dann später im Schuldienst anwenden können.“

Prof. Dr. Thomas Hofsäss, Prorektor für Bildung und Internationales der Universität Leipzig, beglückwünschte alle Beteiligten: „Ich freue mich sehr, die Arbeit am Antrag hat sich gelohnt. Es ist ein toller Erfolg für unsere Universität.“

„PraxisdigitaliS“ entwirft ein umfassendes Konzept für die Digitalisierung der Lehramtsausbildung und verortet die Digitalisierung fest in der Lehramtsausbildung. An der Universität Leipzig werden in grundlegenden Bereichen des Lehramtsstudiums verbindliche Maßnahmen nachhaltig in den Pflichtveranstaltungen und Praxisphasen des Lehramtsstudiums verankert und ein innovatives „Teaching Lab“ in die Lehre integriert. Um die entwickelten Standards nachhaltig zu sichern, werden Lehrende in der Lehrerbildung in Zusammenarbeit mit dem Hochschuldidaktischen Zentrum (HDS) fort- und weitergebildet. In den fachspezifischen Lehrveranstaltungen gewährleistet die Entwicklung und Verbreitung von „Open Educational Resources“ den Transfer in die Praxis sowie in die zweite und dritte Phase der Lehrerbildung. Mittels einer strukturierten Doktorandenförderung wird der wissenschaftliche Nachwuchs im Kontext der Lehrerbildung gefördert.

Im Verbundvorhaben arbeiten das Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung (ZLS) und neun Projektpartner aus allen drei Säulen der Lehrerbildung an der Universität Leipzig sowie das Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) gemeinsam mit der Fachdidaktik Informatik der TU Dresden zusammen. Die Verbundpartner werden einen Preis für hervorragende digitale Lehre in der Lehrerbildung etablieren und jährlich sachsenweit vergeben.

Die Projektkoordination übernimmt das Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung (ZLS), die wissenschaftliche Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Sonja Ganguin.

 

 

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