Pressemitteilung 2015/175 vom

Die Anglistin Dr. Maria Fleischhack von der Universität Leipzig ist kürzlich zur Präsidentin der deutschen Inklings-Gesellschaft gewählt worden. Die Inklings beschäftigen sich mit phantastischer Literatur, insbesondere der Literatur der ursprünglichen Inklings an der Universität Oxford, zu denen unter anderem J.R.R. Tolkien, C.S. Lewis und Owen Barfield gehörten. Zudem gehen zwei wichtige Preise an Chemiker der Universität Leipzig, wo seit Kurzem auch ein neuer Humboldt-Stipendiat forscht.

Dr. Maria Fleischhack

Dr. Maria Fleischhack Foto: Privat

Maria Fleischhack zur Inklings-Präsidentin gewählt

Die Inklings-Gesellschaft, der die Leipziger Anglistin Maria Fleischhack nun vorsteht, veröffentlicht Jahrbücher und veranstaltet mit unterschiedlichen Partnern Konferenzen zu Themen, welche die Oxforder Inklings oder phantastische Literatur im Allgemeinen betreffen. Erst kürzlich fand eine solche internationale Konferenz an der Universität Leipzig statt, die sich mit Gespenstern und dem (beinahe) Unsichtbaren befasste. "Die Wahl ist gut für Leipzig, da wir hier eine Reihe von Inklings-Mitgliedern haben", sagt Anglistik-Professor Dr. Elmar Schenkel von der Universität Leipzig.

Die Organisation wurde 1983 von Gisbert Kranz in Aachen gegründet, der bis 1993 als Präsident der Gesellschaft wirkte. Ihm folgte Raimund Kern, dessen Nachfolge nun Maria Fleischhack angetreten hat. "Als Präsidentin möchte ich sichergehen, dass die Organisation nicht nur weiterhin existiert, sondern auch wächst. Ich möchte versuchen, neue und vor allem jüngere Mitglieder zu gewinnen sowie einen regelmäßigen Gedankenaustausch auch außerhalb der Symposien zu fördern", betont Fleischhack.

Chemie-Gesellschaften vergeben Preis an Evamarie Hey-Hawkins

Chemie-Professorin Dr. Evamarie Hey-Hawkins wird für ihre wissenschaftlichen Leistungen mit dem Elhuyar-Goldschmidt-Prize ausgezeichnet. Dieser Preis wird gemeinsam von der Gesellschaft deutscher Chemiker (GDCh) und der Royal Society of Chemistry of Spain (RSEQ) in Spanien verliehen. Mitte Juli reist die Wissenschaftlerin nach Madrid, um dort die Auszeichnung für ihre - wie es in der Begründung hieß - "herausragenden wissenschaftlichen Beiträge" entgegen zu nehmen. Damit ist auch eine Vortragsreise zu drei spanischen Universitäten in Madrid verbunden.

Chinesische Akademie der Wissenschaften zeichnet Knut Asmis aus

Prof. Dr. Knut Asmis vom Wilhelm-Ostwald-Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig erhält von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) den mit 6000 Euro dotierten "CAS-PIFI-Professor-Award". Der Preis wurde von der CAS ins Leben gerufen, um hochkarätigen ausländischen Wissenschaftlern Kooperationen mit Forschungsgruppen an CAS-Instituten in China zu ermöglichen. Dazu wird Asmis im August 2015 für einen Monat an das renommierte Dalian Institute of Chemical Physics im Nordosten Chinas reisen, um dort eine internationale Forschungskooperation ins Leben zu rufen. Er wird dort unter anderem Experimente mitplanen, die mithilfe der weltweit einzigartigen "Dalian Coherent Light Source" durchgeführt werden sollen. Der Freie-Elektronen-Laser wird dort derzeit gebaut.

Neuer Humbuldt-Stipendiat Daniel Hutchinson

Dr. Daniel Hutchinson aus Neuseeland ist neuer Humboldt-Stipendiat an der Universität Leipzig. In den kommenden zwei Jahren wird der Experte für Molekül- und Komplexchemie in der Arbeitsgruppe von Chemie-Professorin Dr. Evamarie Hey-Hawkins forschen. Der 28-Jährige kommt von der University of Otago in Dunedin und möchte während seiner Zeit in Leipzig unter anderem neue Katalysatoren entwickeln, die zwei verschiedene katalytisch aktive Metallzentren enthalten. Solche Verbindungen sollen verwendet werden, um mehrere Stufen einer chemischen Reaktion simultan zu katalysieren. Diese sind noch kostensparender und energieeffizienter als herkömmliche Katalysatoren. "Viele chemische Reaktionen, die zur Darstellung wichtiger neuer Materialien und Pharmazeutika dienen, werden erst durch die Verwendung eines Katalysators möglich oder kostengünstig, da der Katalysator diese Reaktionen nicht nur beschleunigt, sondern auch den Energieverbrauch reduziert", erklärt Hutchinson, der Kontakte zu anderen Universitäten und der chemischen Industrie knüpfen will.

 

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