Pressemitteilung 2019/095 vom

Der Verbund German U15, dem die Universität Leipzig angehört, begrüßt die Einigung von Bund und Ländern zur langfristigen Finanzierung der großen Wissenschaftspakte bis 2030.

In einer U15-Erklärung zur am vergangenen Freitag (3. Mai 2019) vorgestellten Einigung heißt es:

Der „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ bringt den Hochschulen die lang erwartete Planungssicherheit, einen Aufwuchs in 2024 und transparente Parameter zur Mittelverteilung. Dadurch werden dauerhafte Qualitätsverbesserungen in Studium und Lehre möglich, die auf den Innovationen der vergangenen Jahre aufbauen. Es ist aber notwendig, dass Bund und Länder auch nach 2024 weitere Aufwüchse finanzieren, die mit den Steigerungen des Pakts für Forschung und Innovation in Höhe von jährlich 3 Prozent vergleichbar sind. Das bleibt Voraussetzung für mehr unbefristete Beschäftigung und neue, attraktivere Karrierewege in der Lehre.

Die Kürzungen beim Qualitätspakt Lehre sind bedauerlich. Hans-Jochen Schiewer, Vorsitzender von German U15 und Rektor der Universität Freiburg: „Gerade angesichts dieser Kürzungen sehen wir die Einrichtung einer neuen Institution nach wie vor kritisch. Die verbleibenden Mittel sollten nicht in neue administrative Strukturen fließen, sondern in die Förderung innovativer Hochschullehre.“

Die forschungsstarken Universitäten begrüßen zudem die Einigung zur Fortführung des Pakts für Forschung und Innovation. Die langfristige Perspektive für die Finanzierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Programmpauschale ist eine Grundbedingung für universitäre Spitzenforschung in Deutschland. Als nächster Schritt muss die dringend benötigte Erhöhung der Programmpauschale auf 30 Prozent erfolgen, wie zuletzt von der Expertenkommission Forschung und Innovation in ihrem Jahresgutachten 2019 vorgeschlagen.

Über German U15

German U15 ist die strategische Interessenvertretung forschungsstarker und international sichtbarer deutscher Universitäten. Die U15-Universitäten bilden fast ein Drittel aller deutschen und internationalen Studierenden in Deutschland aus. Sie betreuen die Hälfte aller in Deutschland abgeschlossenen Promotionsvorhaben. Die U15-Universitäten werben zwei Fünftel der öffentlichen Drittmittel ein, im Medizinsektor sogar 60 Prozent.

 

Carsten Heckmann

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