Dr. Henrike Hahn

Dr. Henrike Hahn

Lehrkr. f. bes. Aufg.

Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 1414
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37397

Kurzprofil

Henrike Hahn ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Germanistik. Ihr aktuelles Lehr- und Forschungsprofil befasst sich mit Kinder- und Jugendliteratur sowie mit Literatur und Film des 20. Jahrhunderts. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen dabei Narrationsstrategien in Text-Bild-Beziehungen, Adressatenforschung, Adaptionsforschung und Neue Medien.

Henrike Hahn: Verfilmte Gefühle. Arthur Schnitzlers Texte auf der Leinwand. Bielefeld: transcript, 2014.

Henrike Hahn: Der Reigen oder Vivre sa Vie. Schnitzler trifft Godard in

Philip Preuss’ Leipziger Reigen-Inszenierung von 2014 In: Vogt, Margrit / Niekerk, Carl (Hrsg.): Die Ökonomie des Skandals:  Gesellschaft, Sexualität, Gender und

Judentum bei Arthur Schnitzler. Wallstein Verlag, 2020. S. 81-99.



Berufliche Laufbahn

  • seit 10/2014
    Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Germanistik der Philologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 10/2012 - 09/2014
    Lehrbeauftragte am Institut für Germanistik der Philologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 01/2004 - 12/2004
    Wissenschaftliche Hilfskraft für das Forschungsprojekt „Hörfilm – Bildkompensation durch Sprache“ (Deutsche Sprache der Gegenwart) Institut für Germanistik der Philologischen Fakultät der Universität Leipzig (Prof. Dr. Ulla Fix)
  • 01/2002 - 09/2004
    Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Germanistik der Philologischen Fakultät der Universität Leipzig (Prof. Dr. Heide Eilert)
  • 10/2001 - 05/2006
    Freie Journalistin für Hörfunk und Fernsehen

Ausbildung

  • 04/2007 - 07/2012
    Promotion am Institut für Germanistik (Universität Leipzig) unter Betreuung von Prof. Dr. Dieter Burdorf, „Der Medienwechsel figurativer Innenwahrnehmungen in Schnitzler-Verfilmungen"
  • 10/1995 - 09/2001
    Magisterstudium Germanistik, Journalistik und Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig, M.A.

Meine Forschungsschwerpunkte sind Kinder- und Jugendliteratur, Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Literatur und Film, Text-Bild-Beziehungen, Neue Medien und Narratologie. Ein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit dem Plattenbau als Narrativ in Kinder- und Jugendmedien der Gegenwart. Dazu habe ich kürzlich einen Aufsatz verfasst, der 2021 erscheinen wird: Insel der Schwäne – wohnen im Plattenbau. Identitätssuche und Identitätsstiftung in Pludras Jugendroman und der DEFA Verfilmung. In: Tagungsband zur Tagung „Von Pionieren und Piraten: Der DEFA-Kinderfilm in seinen kulturhistorischen, filmästhetischen und ideologischen Dimensionen“. Herausgegeben von Bettina Kümmerling-Meibauer und Steffi Ebert. Erscheint in der Reihe "Studien zur europäischen Kinder- und Jugendliteratur" im Universitätsverlag Winter.


  • Hahn, H.
    Krieg, Flucht und Migration in aktuellen Bilderbüchern und Graphic Novels.
    Flucht, Exil und Migration in der Literatur. Syrische und deutsche Perspektive.. Berlin: Quintus. 2018. S. 231-252
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  • Hahn, H.
    Film
    In: Jürgensen, C.; Lukas, W.; Scheffel, M. (Hrsg.)
    Schnitzler-Handbuch : Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart: Metzler. 2014. S. 47-52
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  • Hahn, H.
    Verfilmte Gefühle
    Bielefeld: Transcript. 2014
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  • Hahn, H.
    Verfilmungen
    In: Jürgensen, C. (Hrsg.)
    Schnitzler-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart: Metzler. 2014. S. 390-395
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  • Hahn, H.
    "Der Reigen oder Vivre sa Vie". Schnitzler trifft Godard in Philip Preuss’ Leipziger Reigen-Inszenierung von 2014
    Die Ökonomie des Skandals: Gesellschaft, Sexualität, Gender und Judentum bei Arthur Schnitzler.. Göttingen: Wallstein Verlag. 2020. S. 81-98
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weitere Publikationen

Im Rahmen meiner Tätigkeit bin ich in die Lehre verschiedener Studiengänge und Niveaustufen (BA, MA, Lehramt) eingebunden. Mein bisheriges Lehrangebot umfasst literaturwissenschaftliche Grundlagenseminare, Seminare zur Literaturgeschichte (vor allem Literaturen des 20. Jahrhunderts) und Literaturtheorie sowie zahlreiche Lehrveranstaltungen zur Kinder- und Jugendliteratur mit verschiedenen Schwerpunkten. Hier liegt der Fokus vor allem auf den Neuen Medien, Bilderbüchern und neuen narrativen Strukturen, wie z.B. dem transmedia storytelling oder der Narration in Enhanced E-Books und Games. Mein Lehrprofil umfasst dabei Präsenzlehre und digitale Lehre.


  • Das Bilderbuch der Gegenwart (SoSe 2020)

    Im Seminar sollen aktuelle Tendenzen im Bilderbuch thematisiert werden: neue Themen, neue Erzählstrategien, veränderte Adressatenkonzepte, Medienverbünde sowie Digitalisierung und E-Publishing. Darüber hinaus geht es natürlich auch um grundlegende Charakteristika der Gattung Bilderbuch sowie um Adressatenkonzepte.

  • Bilderbuch-Adaptionen (SoSe 2020)

    Im Seminar sollen verschiedene Bilderbuchadaptionen analysiert und diskutiert werden. Neben Animations- und Spielfilmen soll auch der Medienwechsel zu Theater, Enhanced E-Book oder Hörspiel näher betrachtet werden. Darüber hinaus geht es natürlich auch um grundlegende Charakteristika der Gattung Bilderbuch sowie um Adressatenkonzepte.

  • Kinder- und Jugendliteratur und neue Medien (SoSe 2020)

    Dieses Seminar geht der Frage nach, wie Kinder- und Jugendliteratur mit anderen Medien interagiert. Aus welchen Texten werden Filme, Hörbücher oder Computerspiele? Welche Texte eignen sich für Enhanced E-books? Welche Rolle spielen soziale Medien? Was ist ein Medienverbund? Wie wirken sich komplexe Medienverbünde auf Erzählstrategien aus? Exemplarisch ausgewählte Texte sollen dabei in all ihren medialen Versionen erfasst und diskutiert werden.

  • Wiener Moderne (SoSe 2020)

    Was waren typische literatur- und gesellschaftshistorische Kennzeichen des Fin de Siècle? Welche Literatur entsteht in Wien um 1900? Was sind zentrale Themen in den Texten von Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Leopold von Andrian oder Richard Beer-Hofmann? Diesen Fragen soll mittels intensiver Lektüre nachgegangen werden.

  • Literaturbetrieb der DDR (SoSe 2020)

    Parteischulen, Verlage, Druckgenehmigungsverfahren, Parteitage, der Bitterfelder Weg, der sozialistische Realismus, die Ausbürgerung Wolf Biermanns: Schlagworte, die relevant für den Literaturbetrieb der DDR waren. Welche Auswirkungen hatten sie im Einzelnen auf die entstandene Literatur in der DDR? Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft zur intensiven Lektüre und Mitarbeit voraus.

  • Wolfgang Koeppen (SoSe 2020)

    Das Œuvre von Koeppen ist vielseitig. Neben seiner bekannten Romantrilogie und seinen Reisebeschreibungen sollen im Seminar auch unbekanntere Texte des Autors gelesen und intensiv diskutiert werden. Darüber hinaus sollen Fähigkeiten der Erzähltextanalyse vertieft und gefestigt werden. Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft zur intensiven Lektüre voraus.

  • Subjektivierungstechniken in der Narration bei Arthur Schnitzler (WS 20/21)

    Dieses Seminar möchte die Fähigkeiten in der Erzähltextanalyse nach Genette vertiefen und festigen. Dazu werden zahlreiche Prosatexte von Arthur Schnitzler gelesen und in Bezug auf Darstellungsweisen vor allem von Figurenbewusstsein und Erzählinstanz intensiv diskutiert. Auch ein Exkurs zum Film ist geplant. Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft zur intensiven Lektüre voraus.

  • Die Theorie des Dramas - Brechts episches Theater (WS 20/21)

    Bertolt Brechts episches Theater richtet sich gegen das Theater der Illusionen. Um die Veränderungen im Dramenkonzept bei Brecht nachvollziehen zu können, sollen zuerst Grundlagen der Dramentheorie, u.a. das aristotelische Theater und Lessings Dramenkonzept, erarbeitet werden. Neben theoretischen Schriften zum Drama werden in diesem Seminar auch Dramentexte von Brecht analysiert und diskutiert. 

  • Kinder- und Jugendliteratur der DDR (SoSe 2021)

    In diesem Seminar sollen wichtige Texte der KJL der DDR diskutiert werden. Wie wurde Kindheit und Jugend in diesen Texten dargestellt? Inwieweit hatte die Zensur Einfluss auf diese Literatur? Wie war der Buchmarkt damals strukturiert? Die Teilnahme an diesem Seminar setzt die Bereitschaft zur intensiven Lektüre voraus.