Prof. Dr. Gert Pickel

Prof. Dr. Gert Pickel

Universitätsprofessor

Religions- und Kirchensoziologie
Institutsgebäude Theologie
Martin-Luther-Ring 3-5, Raum 129
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-35463

Kurzprofil

Prof. Dr. Gert Pickel ist Professor für Religions- und Kirchensoziologie am Institut für Praktische Theologie, an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich der Religionssoziologie, der Demokratie- und der politischen Kulturforschung. Derzeit arbeitet er an einem deutsch-schweizer Projekt zur Thematik religiöser und politischer kollektiver Identitäten sowie Fragestellungen des modernen Populismus in Europa mit spezieller Berücksichtigung Ostdeutschlands. Er ist u.a. stellvertretender Sprecher des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig, Mitglied im Vorstand der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW), Mitglied im Center for the Study of Religion (CSR) der Universität Leipzig, im Beirat der Akademie der Weltreligionen in Hamburg und des Hannah-Arendt-Institutes an der TU-Dresden.

Berufliche Laufbahn

  • seit 11/2016
    Mitglied des Lenkungsausschusses des Leibniz WissenschaftsCampus Eastern Europe – Global Area
  • seit 04/2015
    Mitglied der Strukturkommission der Universität Leipzig
  • seit 01/2014
    Mitglied im Hochschulbeirat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
  • 11/2013 - 10/2016
    Sprecher der Dekane der Universität Leipzig
  • 10/2013 - 10/2016
    Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • seit 01/2013
    Mitglied im Vorstand des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung (KReDO)
  • seit 01/2013
    Mitglied im Beirat der Akademie der Weltreligionen (Hamburg)
  • 10/2012 - 12/2013
    Mitglied des Direktoriums der Research Academy Leipzig der Universität Leipzig
  • 10/2010 - 10/2017
    Sprecher der Graduiertenklasse "Säkularitäten: Konfigurationen und Entwicklungspfade" an der Universität Leipzig
  • 08/2010 - 10/2013
    Prodekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 10/2009 - 10/2013
    Geschäftsführender Direktor des Institutes für Praktische Theologie der Theologischen Fakultät an der Universität Leipzig
  • 02/2009
    Ernennung zum Professor für "Religions- und Kirchensoziologie" an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 04/2008
    Habilitation (PD Dr. phil. habil.) an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald mit der Arbeit "Die Verankerung der Demokratie in Osteuropa – Stand, Gründe und Konsequenzen der Bevölkerungseinstellungen in den jungen Demokratien Osteuropas"
  • 10/2007 - 02/2009
    Lehrstuhlvertreter W2-Professur "Kirchen- und Religionssoziologie" an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 06/2006 - 08/2006
    Gastaufenthalte an der Universität Bukarest, Ljubljana und Sofia
  • 10/2004 - 08/2005
    Vertretung des Lehrstuhls für vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
  • 06/2002
    Erwerb des Doktortitels Dr. phil. mit der Arbeit "Jugend und Politikverdrossenheit – Zwei politische Kulturen im Deutschland nach der Vereinigung" an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder); Note "summa cum laude"
  • 10/2001 - 05/2007
    Administration Coordinator im EU-Projekt "Values Systems of the Citizens and Socio-Economic Conditions – Challenges from Democratisation for the EU-Enlargement" (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald/Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder))
  • 07/1996 - 06/2001
    Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für vergleichende Kultursoziologie der kulturwissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität-Viadrina Frankfurt (Oder)
  • 10/1992 - 06/1996
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sozialwissenschaftlichen Forschungsstelle der Universität Bamberg im DFG-Projekt "Intergenerative Transferbeziehungen in West- und Ostdeutschland"
  • 10/1992 - 06/1996
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sozialwissenschaftlichen Forschungsstelle der Universität Bamberg im DFG-Projekt "Optionen der Lebensgestaltung junger Ehepaare in Ost- und Westdeutschland" (BM Familie und Senioren)

Ausbildung

  • 06/1992
    Erwerb des Diploms in Politikwissenschaft
  • 06/1991
    Erwerb des Diploms in Soziologie
  • 10/1987 - 05/1992
    Diplomstudium der Politikwissenschaft an der Universität Bamberg
  • 10/1985 - 06/1991
    Diplomstudium der Soziologie an der Universität Bamberg

Die Forschungsschwerpunkte der letzten Jahre liegen bei Gert Pickel in der national und international vergleichenden Religionssoziologie sowie der politischen Soziologie und politischen Kulturforschung (Deutschland und international vergleichend). Innerhalb der politischen Kulturforschung interessiert ihn besonders die Sozialkapital- und Integrationsforschung, welche Untersuchungen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, der Ausbreitung von Populismus und Radikalismus sowie Islamophobie genauso aufnimmt, wie Fragen gesellschaftlicher Integration (auch von Migrant_innen). Zum letzten Punkte veröffentlicht Gert Pickel aktuell zusammen mit Kolleg_innen ein Handbuch. Innerhalb der Religionssoziologie beschäftigt sich Pickel mit der empirischen Untersuchung von Entwicklungen, wie die der Säkularisierung und der religiösen Pluralisierung. Dies drückt sich in zwei Projekten aus, in denen religiöser Identitäten im deutsch-schweizer Vergleich, sowie die Untersuchung der Vielfalt der Konfessionslosigkeit im Zentrum stehen. Seine Forschungsarbeit ist theoriegestützt und (zumeist quantitativ) empirisch. Entsprechend liegen Publikationen zu Methoden der empirischen Sozialforschung, wie zu Methoden der vergleichenden Sozial- und Politikwissenschaft vor und bildet damit das Handwerkszeug von Pickels Arbeit. Im erweiterten Fokus seines Interesses steht seit Jahrzehnten die Jugendsoziologie, die Familiensoziologie und die Wahl- und Einstellungsforschung.


Schwerpunkte in der Lehre ist die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Fragen der Religionssoziologie. Speziell die aktuelle Entwicklung und Situation von Religion und Religionen in Deutschland und Europa wird in Vorlesungen und Seminaren behandelt. Dabei wird auf eine Mischung aus Wissensvermittlung (überwiegend in Vorlesungen) und Beteiligung (z.B. durch regelmäßige Exkursionen nach Mittel- und Osteuropa) gesetzt.


Fragestellungen sind die Entwicklung des Religiösen mit Blick auf die Prozesse der Säkularisierung, Individualisierung und Pluralisierung, die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen Religion und Politik, sowie die Diskussion aktueller Fragen, in denen Religion eine Rolle spielt (z.B. Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch, Haltung zum Islam, Antisemitismus, Positionen zu Geschlechtsidentitäten).


Dabei werden neben religionssoziologischen Fragestellungen, verschiedene interkulturelle Wechselbeziehungen und auch Area-wie Ländervergleiche in der Lehre berücksichtigt.


Alle Lehrveranstaltungen sind überfakultär geöffnet für die Kultur- und Sozialwissenschaften.