Die Universität Leipzig hat einen Ethikbeirat eingerichtet, um ihrer Verantwortung für die Folgen wissenschaftlicher Forschung und Erkenntnisse gerecht zu werden. Der Ethikbeirat berät Sie als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den ethischen Aspekten Ihrer Forschungsvorhaben. Im Fokus stehen insbesondere drittmittelgeförderte Forschungsprojekte, Forschungs- und Entwicklungsaufträge sowie Qualifizierungsarbeiten.

Nach der konstituierenden Sitzung des Ethikbeirats Anfang 2019 werden die Namen der Beiratsmitglieder bekannt gegeben und alle Formulare im Download-Bereich freigeschaltet.

Wann wird der Ethikbeirat tätig?

Der Ethikbeirat wird auf schriftlichen Antrag tätig. Bitte schicken Sie dafür folgende Unterlagen an die Geschäftsstelle:

  • das ausgefüllte Antragsformular
  • eine kurze Zusammenfassung des Vorhabens (zwei bis max. drei Seiten)
  • eine genaue Darstellung der ethisch relevanten Aspekte des Vorhabens
  • das ausgefüllte Verzeichnis über die Verarbeitungstätigkeiten gemäß Artikel 30 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bei der Verarbeitung personenbezogener Daten

Es wird eine frühzeitige Antragstellung empfohlen. Der Ethikbeirat gibt die Stellungnahme in der Regel innerhalb von acht Wochen nach dem Eingang der vollständigen Unterlagen ab. Detaillierte Informationen zur Antragstellung und Arbeitsweise des Ethikbeirats entnehmen Sie bitte der Handreichung für Anträge an den Ethikbeirat.

Ethische Aspekte medizinischer Forschung am Menschen werden durch die Ethik-Kommission an der Medizinischen Fakultät begutachtet. Bitte wenden Sie sich dafür an die dortige Geschäftsstelle.

Weiterführende Informationen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Leopoldina haben sich gemeinsam dem Spannungsfeld zwischen Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung angenommen. Zu der Thematik eines möglichen Missbrauchs von Forschungsergebnissen haben sie Empfehlungen zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung formuliert und einen „Gemeinsamen Ausschuss“ als Beratungsgremium geschaffen.

Mit den Empfehlungen zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis hat die DFG eine Richtlinie zur Selbstkontrolle formuliert, die einen allgemeinen Konsens gefunden hat. Auf europäischer Ebene dient der European Code of Conduct for Research Integrity der Forschungsgemeinschaft als Rahmen für die Selbstregulierung in allen wissenschaftlichen Disziplinen und für alle Forschungseinrichtungen. Als Hilfestellung zum Ausfüllen von Anträgen im Rahmenprogramm Horizont 2020 steht zudem ein Ethikleitfaden der Europäischen Kommission (Teil „Ethics Self-Assessment“) zur Verfügung.

Das könnte Sie auch ­interessieren

Drittmittelservice

mehr erfahren

Nationale Förderung

mehr erfahren

Internationale Förderung

mehr erfahren

Häufig gestellte Fragen

mehr erfahren
zum Seitenanfang