Das internationale Alumni-Netzwerk Leipzig, kurz LAI, pflegt den Kontakt zwischen der Universität und ihren Alumni aus der ganzen Welt. Aktuell vereint es über 2.300 Alumni aus mehr als 110 Nationen. Wir informieren Sie über den Aufbau unseres Netzwerks und stellen Ihnen einige unserer Mitglieder vor. Wir freuen uns, wenn auch Sie Teil unseres Netzwerks werden. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Zu sehen auf dem Foto ist eine internationale Menschengruppe auf dem Augustusplatz, im Hintergrund ist das Universitätsgebäude sichtbar. Die Personen scheinen im regen Austausch zu sein, im Hintergrund prangen Plakate mit der Aufschrift "Weltoffene Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit".
Treffen von DAAD-Stipendiat:innen im Mai 2016 zum Thema Biodiversität, Foto: Elisabeth Böhme

Internationale Alumniarbeit seit über 20 Jahren

Leipzig Alumni International wurde 1998 als eigenständiges Projekt der Stabsstelle Internationales unserer Universität gegründet. Seitdem freut sich das Netzwerk über steigende Mitgliederzahlen. Der Großteil unserer Alumni kommt aus Russland, Vietnam und Äthiopien (frühere DDR-Verbindungen) sowie aus Frankreich, Spanien und den USA. Die Alumni-Arbeit umfasst drei Bereiche:

  • Pflege und Stärkung des Kontakts zu den internationalen Alumni der Universität
  • Förderung von Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den Alumni
  • Ermöglichen internationaler Kooperationen

Leipzig Alumni International spricht ehemalige Studierende, Austauschstudierende, Wissenschaftler:innen und Lehrbeauftragte an. Außerdem steht LAI allen jetzigen Studierenden, Wissenschaftler:innen, Mitarbeitenden sowie Förder:innen und Freund:innen der Universität Leipzig offen. Jede:r hat die Möglichkeit, von den Verbindungen innerhalb des Netzwerks zu profitieren – sei es für den Berufseinstig, die persönliche Weiterbildung oder den Austausch mit anderen Alumni.

Mitglieder von LAI profitieren von einem vielfältigen Leistungsangebot:

  • Die Mitgliedschaft ist kostenlos.
  • Sie erhalten regelmäßig unseren Newsletter mit Informationen aus der Universität und aus Leipzig.
  • Ihnen wird einmal jährlich kostenfrei das Alumni-Magazin LUMAG zugestellt.
  • Wir fördern Ihre Alumni-Kooperationen und Projekte.
  • Sie können sich über unser Alumni-Portal und unsere Social-Media-Kanäle mit anderen Alumni vernetzen.
  • Sie können an regelmäßigen fachspezifischen Weiterbildungsveranstaltungen teilnehmen.
  • Wir unterstützen Ihre Initiative zum Aufbau eines Alumni-Clubs in Ihrem Heimatland.

Wir freuen uns jederzeit über Ihre Projektideen und Kooperationen, die Sie mit Hilfe des Netzwerks umsetzen möchten.

Wissenschaftler:innen-Alumni bei LAI

Als Wissenschaftler:innen-Alumni gelten Sie, wenn sie als Alumna oder Alumnus unserer Universität derzeit an einer Wissenschaftseinrichtung außerhalb Deutschlands tätig sind. Als Mitglied im Netzwerk können Sie verschiedene Angebote nutzen:

  • Sie können Stipendien zur Umsetzung von Lehr- oder Forschungsprojekten und für Druckkostenzuschüsse beantragen.
  • Auf Einladung der unserer Universität können Sie als Referent:in an Konferenzen und Workshops teilnehmen.
  • Wir bieten Ihnen Weiterbildungen für Ihre wissenschaftliche Qualifizierung und Vernetzung an.

Mitglied werden

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns in Kontakt bleiben und unserem Netzwerk beitreten. Für die Registrierung im Netzwerk nutzen Sie bitte unser Anmeldeformular. Bereits registrierte LAI-Mitglieder finden hier das Login-Formular.

Anmeldeformular

Login-Formular

Internationale Alumni im Porträt

Wie haben unsere Alumni ihre Zeit an unserer Universität verbracht und was machen Sie heute? Lernen Sie einige Gesichter unseres Netzwerks kennen.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Sportwissenschaftlerin Luana Cristina Ferreira dos Santos
Luana Cristina Ferreira dos Santos, Foto: Kirsten Nijhof

 

„Ich habe von August 2010 bis Januar 2011 einen Internationalen Trainerkurs (ITK) im Schwerpunkt Schwimmen an der Sportwissenschaftlichen Fakultät absolviert. Meine schönste Erinnerung an diese Zeit ist die an den interkulturellen Austausch mit Kommilitoninnen und Kommilitonen aus der ganzen Welt. Wir haben mindestens einmal pro Woche die Inhalte des Kurses gemeinsam wiederholt und danach zusammen etwas unternommen, beispielsweise internationales Essen gekocht oder einen Spaziergang gemacht. Der interkulturelle Austausch war einzigartig! Im Laufe des Studiums sind wir zu einer großen "Familie" geworden. Aktuell bin ich im Geschäftsbereich Internationale Beziehungen der Sportwissenschaftlichen Fakultät als Koordinatorin für Alumni-Arbeit tätig. Das interkulturelle Verständnis, das ich während meines Studiums erworben habe, dient mir heute als Schlüsselkompetenz in meiner täglichen Arbeit. Außerdem bin ich internationale Dopingkontrolleurin bei nationalen und internationalen Veranstaltungen.“

Laufbahn an der Universität Leipzig:

  • 2011 Abschluss des Internationalen Trainerkurs (ITK) der Sportwissenschaftlichen Fakultät

Heute:

  • Projekt-Koordinatorin für Alumni-Arbeit im Geschäftsbereich Internationale Beziehungen der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Ana Beatriz Ribeiro
Ana Beatriz Ribeiro, Foto: Privat

 

„Ich bin die Gründerin des Lifestyle-Blogs „The Leipzig Glocal“, auf dem ich zusammen mit anderen Kolumnisten englischsprachige Artikel über das Leipziger Stadtleben veröffentliche. Unsere Berichte und Insider-Tipps haben schon vielen internationalen Studierenden geholfen, in Leipzig Fuß zu fassen. Während meiner Studien- und Promotionszeit hat sich mein Schreibstil erheblich verbessert, ich bin kulturell sensibler geworden und gehe analytischer vor. Ich schließe im Moment meine Promotion an der Universität Leipzig in Global Studies ab, die ich 2012 begonnen habe. Meine schönste Erinnerung an meine Zeit in Leipzig ist eine gemeinsame Live-Performance mit einer ebenfalls promovierenden Kollegin. Vor Professoren und anderen Promovierenden sangen wir Lieder von Britney Spears und Tove Lo auf einer Absolventenfeier.“

Laufbahn an der Universität Leipzig:

  • 2011 Master am Global and European Studies Institute
  • Seit 2012 Promotion an der Graduate School Global and Area Studies

Heute:

  • Chefredakteurin des Webzines und Blogs The Leipzig Glocal
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Porträt von Abdulaziz Bachouri
Abdulaziz Bachouri, Foto: Christian Hüller

 

„Ich kam 2009 nach Leipzig, um Arabistik und Deutsch als Fremdsprache zu studieren. Die Universität wurde schnell zu meinem zweiten Zuhause. In bleibender Erinnerung behalte ich meine Immatrikulationsfeier, bei der ein ausländischer Student für seine hervorragenden Leistungen und sein Engagement mit einem DAAD-Preis ausgezeichnet wurde. Damals stand für mich fest: Irgendwann werde ich auch da unten stehen und diesen Preis gewinnen. Ein Jahr nach Studienbeginn konnte ich bereits ein Tutorium (Arabische Phonetik und Konversation) selbst halten und bald wirkte ich auch in einem Mentoring-Programm der Universität Leipzig mit. Diese Jobs unterstützen mich finanziell und ideell und es bereitete mir viel Freude, in Kontakt mit Studierenden und Organisationen zu stehen. Ich empfehle jedem Studenten und jeder Studentin, sich während ihres Studiums zu engagieren. Denn am Ende zählt das, was man für die Menschheit getan hat: "Lebe und gebe und dir wird gegeben" ist meine Lebensphilosophie.“

Laufbahn an der Universität Leipzig:

  • 2012 DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an den deutschen Hochschulen
  • 2016 Master in Arabistik

Heute:

  • Projektkoordinator im Sächsischen Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz (Geschäftsbereich für Gleichstellung und Integration)
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Porträt Renáta Fixl
Renáta Fixl , Foto: Privat

 

„Germanistisches Ausländerstudium hieß das Fach genau, das ich zwischen 1979 und 1984 in Leipzig absolvierte. Unsere Seminargruppen waren kunterbunt, aus Studierenden von Vietnam bis Kuba, von Italien bis Finnland zusammengewürfelt. Auch über das Fachliche hinaus hat unsere Alma mater uns viel gegeben. Während meines Studiums war ich Mitglied in der ungarischen Tanzgruppe des Solidaritätsensembles. Das Ensemble war eine geeignete Plattform für den angeregten Austausch unter Studierenden aus aller Welt, gleichzeitig stärkte es auch den Zusammenhalt unter uns Landsleuten. Da in der DDR die Beschäftigung mit der Literatur ziemlich gelenkt war, wandte ich mich mehr der Sprachwissenschaft zu, und Sprachgeschichte wurde mein Lieblingsfach. Zwei Dozenten habe ich besonders gut in Erinnerung, Herr Forstreuter und Professor Große. Letzterer war gleichzeitig Betreuer meiner Diplomarbeit. Die ungarischen Kommilitoninnen und Kommilitonen von damals, ob von der Uni oder von der Hochschule für Grafik und Buchkunst, dominieren bis heute meinen Freundes- und Bekanntenkreis.“

Laufbahn an der Universität Leipzig:

  • 1984 Abschluss als Diplom-Germanistin

Heute:

  • Leiterin im ungarischen Büro der deutschen Hanns-Seidel-Stiftung in Budapest
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Portät Zhang Xiaochen
Zhang Xiaochen

 

„Während meines Masterstudiums der Global Studies an der Universität Leipzig und der Universität Breslau habe ich mir vor allem innovative Tools, interdisziplinäre Methodologie und kritisches Denken angeeignet. Dieses Wissen hilft mir seitdem, schwierige Herausforderungen im Arbeitsalltag zu meistern und zusammen mit Interessenvertretern Lösungsansätze für hochkomplexe Thematiken zu finden. Ich bin Präsident bei FinTech4Good, ein globales FinTech- und Blockchain-Netzwerk, das mit Start-Ups, internationalen Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und Investoren zusammenarbeitet.“

Laufbahn an der Universität Leipzig:

  • 2006-2008 Erasmus-Mundus-Master Global Studies

Heute:

  • Präsident von FinTech4Good (USA)
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Portät Hayat Abed Ali Hashim
Hayat Abed Ali Hashim, Foto: Privat

 

Meine Zeit an der Universität Leipzig stellt einen wichtigen Abschnitt in meinem Leben dar. Es war das erste Mal, dass ich im Ausland studierte. Ich kam als junges Mädchen aus einer sehr konservativen muslimischen Familie nach Deutschland. Der Kontakt mit ausländischen Studenten und Studentinnen aus über 80 Nationen hat mich tiefgreifend für mein weiteres Leben geprägt. Nach meinem Abschluss 1981 arbeitete ich noch ein Jahrzehnt im Bereich des Journalismus. Zurzeit bin ich Lehrerin der arabischen Sprache in Kalifornien, USA. Viele politische Faktoren haben meinen Lebensweg geformt und mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Eine Zeit lang habe ich als Deutsch-Arabisch-Übersetzerin für einige Zeitungen gearbeitet. Die deutsche Sprache hat mir so sehr gefallen, dass ich Deutsch an der Universität in Bagdad studierte. Ich würde meine Universität in Leipzig sehr gern wieder einmal besuchen.“

Laufbahn an der Universität Leipzig:

  • 1981 Abschluss des Studiums der Journalistik

Heute:

  • Arabisch-Lehrerin in Kalifornien, USA
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Porträt Dr. Fruzsina Müller
Dr. Fruzsina Müller, Foto: Privat

 

Im Jahr 2005 kam ich nach Leipzig und arbeitete zunächst als freie Journalistin, Ausstellungsbegleiterin im Museum in der Runden Ecke und als Ungarischdozentin an der Volkshochschule. Von 2007 bis 2016 promovierte ich dann am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig, gleichzeitig war ich im internationalen PhD-Studiengang „Transnationalisierung und Regionalisierung“ eingeschrieben. In schöner Erinnerung geblieben sind mir das Vertrauen und die Ermutigung seitens meines Doktorvaters und oft auch von anderen Dozent*innen. Auch an das kleine Doktorandenbüro und die netten Kolleginnen denke ich gern zurück. Während meiner Zeit an der Universität Leipzig habe ich gelernt, sowohl recherchierte Quellen als auch Sekundärliteratur immer kritisch zu betrachten. Außerdem habe ich mir selbstständiges Arbeiten angeeignet und gelernt, mir selbst zu vertrauen. Diese Fähigkeiten kann ich heute in meinem Beruf als Historikerin beim Ev.-Luth. Diakonissenhaus Leipzig e. V. gut gebrauchen. Meine Aufgabe dort ist es, die Geschichte des Diakonissenhauses zu schreiben.“

Laufbahn an der Universität Leipzig:

  • 2016 Promotion am Institut für Kulturwissenschaften zu Konsum und Mode im staatssozialistischen Ungarn

Heute:

  • Historikerin beim Ev.-Luth. Diakonissenhaus Leipzig e. V.

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