Pressemitteilung 2019/108 vom

In dieser Woche jährt sich die Sprengung der Leipziger Universitätskirche St. Pauli zum 51. Mal. Bei der Gedenkveranstaltung am Mittwoch, 29. Mai, kann Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig, die interessierte Öffentlichkeit über eine frohe Kunde informieren: Der Bankier Dr. Christian Olearius engagiert sich zum wiederholten Mal für das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli. Er spendet 150.000 Euro und leistet damit einen großen Beitrag zur geplanten Vervollständigung der Schwalbennestorgel mit den noch ausstehenden elf Registern.

Die Schwalbennestorgel im Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli (im Vordergrund: Gedächtnismal Wilhelm von Ryssel).

Die Schwalbennestorgel im Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli (im Vordergrund: Gedächtnismal Wilhelm von Ryssel). Foto: Universität Leipzig/Marion Wenzel

„Es freut uns sehr, dass Herr Olearius damit erneut seine enge Verbundenheit mit der Universität Leipzig zeigt“, sagt Rektorin Schücking. „Wir sind ihm sehr dankbar.“ In den nunmehr vier Jahren, in denen die Orgel in ihrer ersten Ausbaustufe genutzt wird, habe sie sich bereits einen außerordentlich guten Ruf erworben. Die Vervollständigung der ausstehenden elf Register werde der Orgel die volle Farbpalette eines Renaissance-Instruments geben. „Für unsere Universität und den Einsatz in Gottesdiensten und Konzerten stellt die Schwalbennestorgel schon jetzt ein Kleinod dar. Mit ihrer Vervollständigung wird sie zu einem klanglichen Juwel. Mit der großzügigen Spende ist ein entscheidender Schritt getan.“

„Für uns ist es ein besonderes Anliegen, dass jetzt auch der Ausbau der Schwalbennestorgel vollendet wird“, sagt Christian Olearius.

Dr. Olearius hatte bereits für die Restaurierung des wieder an ursprünglicher Stätte zu sehenden Olearius-Epitaphs gespendet. Es erinnert an seinen Vorfahren, den Philologie- und Theologie-Professor Johannes Olearius und dessen Ehefrau Anna Elisabeth. Das hölzerne, in einer nuancenreichen Vergoldung gefasste Epitaph gilt als eines der repräsentativsten Gedächtnismale im Paulinum.

Mit der von der Firma Metzler gebauten Schwalbennestorgel verfügt die Universität neben der großen Jehmlich-Orgel über ein weiters für die Musikstadt Leipzig und Mitteldeutschland einzigartiges Instrument mit aktuell sieben klingenden Registern. Diese Disposition entspricht einem Instrument des ausgehenden 15. Jahrhunderts. Ziel der zweiten und letzten Ausbaustufe ist es, die Farbenvielfalt einer Renaissance- und Frühbarockorgel zu erreichen.

Für die Errichtung der Schwalbennestorgel hatte die Stiftung „Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig“ zuvor über 195.000 Euro eingeworben. Benefizkonzerte der Stiftung und eine von der Stadt Leipzig akquirierte Zuwendung waren die Grundlage dafür, dass die Universität den Bau der Orgel in Auftrag geben konnte. Universitätsorganist Daniel Beilschmidt hat eine erste Musikaufnahme realisiert, die auf CD erschienen ist. Mit der CD wirbt die Stiftung für die geplante Vollendung mit der zweiten Ausbaustufe. Dafür fehlen nunmehr noch rund 43.000 Euro.

Auch in diesem Jahr gedenkt die Universität Leipzig der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli am 30. Mai 1968. Den Auftakt macht eine Gedenkstunde am Mittwoch, 29. Mai 2019, um 11 Uhr im Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli. Am Folgetag, Christi Himmelfahrt, 30. Mai 2019, findet an gleicher Stelle ebenfalls um 11 Uhr ein Gedenkgottesdienst statt.

 

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