Konrad Willi Zimare

Konrad Willi Zimare

Wiss. Mitarbeiter

Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
Institutsgebäude
Beethovenstraße 25, Raum 010
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-35472

Kurzprofil

Konrad Zimare ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Religionspädagogik der Universität Leipzig. Er legt sowohl auf den theologischen, pädagogischen, als auch den gesellschaftspolitischen Blickwinkel auf schulischen Religionsunterricht großen Wert.

An der Nahtstelle von Gesellschaft, Staat und Kirche birgt evangelischer Religionsunterricht zahlreiche Möglichkeiten der Förderung von Pluralitätsfähigkeit, des kritischen Hinterfragens von scheinbaren säkulär-individualistischen Selbstverständlichkeiten und der lebensgeschichtlichen Selbstreflexion der Kinder und Jugendlichen. Den Bildungs- und Erfahrungsreichtum christlicher Religion für eine praxis- und lebensrelevant verantwortete Lehrkraftausbildung fruchtbar zu machen, ist Konrad Zimare ein Herzensanliegen.


Eigener Forschungsschwerpunkt ist die Frage nach theologischen, wahrheits- und wissenschaftstheoretischen Grenzziehungen zwischen christlichem Bekenntnis und Irrationalität in religionsdidaktischer Perspektive.

Berufliche Laufbahn

  • 10/2015 - 12/2020
    diverse studentische Hilfskrafttätigkeiten (MLU Halle: AT, RP, Projekt "Samaritanus"; Uni Leipzig: Uni-Gottesdienst)
  • 09/2019 - 08/2020
    Lehrkraft für ev. Religion (Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig gemeinnützige GmbH, Berufsfachschule für Pflegeberufe)
  • seit 10/2021
    wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Religionspädagogik (Universität Leipzig, Theologische Fakultät)

Ausbildung

  • 09/2001 - 07/2012
    Schulzeit und Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife (Dresden-Klotzsche)
  • 09/2012 - 08/2013
    FSJ in der Politik (Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V.)
  • 09/2013 - 07/2014
    Weltwärts-Freiwilligendienst in Puducherry, Tamil Nadu, Indien (Integrated Rehabilitation and Development Centre)
  • 10/2014 - 09/2021
    Studium der ev. Theologie (1. Theologisches Examen / Diplom) in Halle/Saale, Göttingen und Leipzig
  • 02/2016 - 03/2021
    Stipendiat beim Ev. Studienwerk Villigst e.V.

Seine Forschung soll sich auf die konzeptionelle Grundfrage konzentrieren, auf welchem Religionsverständnis ein schulischer Religionsunterricht (RU) fußt, der einen Beitrag zur trennscharfen Unterscheidung von legitimen religiösen Positionen einerseits und nicht von der Religionsfreiheit gedeckten sowie den rationalitätspflichtigen Bereich verlassenden Weltanschauungen andererseits leisten will.


Im Plural gegenwärtig tragfähiger Rationalitätskonzepte muss sich religiöse Bildung an der Schule fragen lassen, welchen Diskursebenen sie verpflichtet ist und diese transparent machen. Zugleich ist zu untersuchen, welche neueren systematisch-theologischen Entwürfe für eine Verortung von RU im bildungstheoretischen Diskursuniversum hilfreich sein können. Ein allgemein akzeptierter RU an staatlichen Schulen - zumal im mehrheitlich konfessionslosen Osten Deutschlands - muss Rechenschaft über sein Religionsverständnis und dessen Genese ablegen. Die Verhältnisbestimmung von Religionspädagogik und Systematischer Theologie ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, den Streit um den RU als ordentliches Lehrfach in der gebotenen Multiperspektivität zu führen. Ein theologisch und religionstheoretisch fundierter Religionsbegriff ist die Grundlage für alle folgenden pädagogischen Entscheidungen.


Apologetik, Religionskritik sowie die Tradition der liberalen Theologie könnten bei der Diskussion um die Stellung religiöser Bildung in der staatlichen Öffentlichkeit einen erhellenden Beitrag liefern.

  • Dissertationsprojekt (vorläufiger Titel): "Religion" als transrationaler Unterrichtsgegenstand
    Lütze, Frank Michael
    Laufzeit: 10.2021 - laufend
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts; Theologische Fakultät; Institut für Religionspädagogik
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weitere Forschungsprojekte

Der Lehrschwerpunkt liegt derzeit im Bereich der Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer für das Fach ev. Religion.

Dies umfasst:


  • Seminare zur fachdidaktischen Vertiefung von Inhalten der Vorlesung zur Religionspädagogik mit einem Schwerpunkt auf religionpädagogischen Konzepten und Begründungsmustern für den evangelischen Religionsunterricht, besonders im konfessionslosen Kontext. Stärker religionsdidaktische bzw. unterrichtsbezogene Elemente fokussieren zudem z.B. den Umgang mit religiöser Praxis im Religionsunterricht, spezifische Unterrichtsmethoden und deren Reflexion sowie den Umgang mit 'schwierigen' Themen im Religionsunterricht.
  • Fachpraktische Seminare an Schulen mit einem Schwerpunkt auf Unterrichtsplanung und Didaktik des Faches evangelische Religion sowie Reflexion des gehaltenen Unterrichts.


  • Einführung in die Fachdidaktik ev. Religion (für Lehramt Grundschule und Sonderpädagogik)

    Das fachdidaktische Einführungsseminar orientiert sich strukturell an der Vorlesung „Religionsdidaktik I“. Die begleitende Teilnahme an dieser wird vorausgesetzt. In der Vorlesung angestoßene Fragen werden exemplarisch vertieft und auf der Grundlage von weiterführender Literatur diskutiert.

    Die didaktisch sowie methodisch zu beachtenden Besonderheiten des konfessionellen Religionsunterrichts spielen ebenso eine Rolle wie seine historischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Grundlagen.

  • Fachpraktisches Seminar im Fach Religion am Gymnasium

    Im Fachpraktischen Seminar werden Studierende mit grundlegenden Formen der Unterrichtsplanung im Fach Evangelische Religion vertraut gemacht und führen anschließend in Begleitung und mit Unterstützung der Dozenten eigene Unterrichtsversuche in Schulen durch. Diese werden ausführlich reflektiert und ausgewertet, um religionspädagogische und -didaktische Analysefähigkeiten zu schulen. Am Ende des Seminars steht das Verfassen eines ausführlichen Unterrichtsentwurfs.