Hebammen (m,w,d) begleiten Frauen und Familien während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit oder dem ersten Lebensjahr eines Kindes. Sie fördern durch ihre Betreuung die Gesundheit von Mutter und Kind und fördern die Kompetenz und Selbstbestimmung der Frauen. Die Bedürfnisse der Frauen und Familien stehen hierbei im Mittelpunkt. Sie arbeiten als Hebamme im Team eng mit anderen Berufsgruppen zusammen, um eine optimale Versorgung sicherzustellen. Dafür müssen Sie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, eigener klinischer Erfahrung und der Bedürfnisse der Frauen und Familien eigenständig entscheiden, reflektieren und kompetent handeln.

Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Medizinische Heilberufe
  • Studientyp

    grundständig
  • Abschluss

    Bachelor of Science
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Vollzeit, Dual
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    örtlich zulassungsbeschränkt
  • Regelstudienzeit

    7 Semester

  • Leistungspunkte

    210

  • NC

    Der Studiengang wurde erstmalig zum Sommersemester 2021angeboten. Aus diesem Grund kann kein NC – Wert zur Verfügung gestellt werden.

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife, Fachgebundene Hochschulreife

Studienbewerberinnen und Studienbewerber müssen

  • bis zum Ende der Bewerbungsfrist ein aktuelles Gesundheitszeugnis mit Nachweis über die gesundheitliche Eignung für das Hebammenstudium vorlegen
  • spätestens bis zum Zeitpunkt der Immatrikulation ein mindestens vierwöchiges Praktikum in einem der nachfolgenden Bereiche nachweisen, wobei auch Kombinationen möglich sind:
  1. klinischer Einsatz mit Schwerpunkt Geburtsmedizin, Wochenbettstation oder gynäkologische Station
  2. außerklinisches Handlungsfeld der Hebamme im Geburtshaus, in einer Hebammenpraxis oder bei freiberuflichen Hebammen
  3. niedergelassene/r Gynäkologin oder Gynäkologe oder Geburtshelferin und Geburtshelfer mit Schwerpunkt Schwangerenvorsorge und/oder Pränataldiagnostik
  • den Nachweis über einen abgeschlossenen Vertrag zur akademischen Hebammenausbildung zwischen der Bewerberin oder dem Bewerber für eine zum nächstmöglichen Wintersemester beginnende Ausbildung (Ausnahme Sommersemester 2021) zur Hebamme im Rahmen eines primär – qualifizierenden Bachelorstudiums bei einem mit der Universität Leipzig vertraglich verbundenen Kooperationspartner (siehe unten) erbringen
  • den Nachweis vorlegen, sich nicht eines Verhaltens schuldigt gemacht zu haben, aus dem sich die Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Absolvierung des Hebammenstudiums ergibt (§ 30 a Absatz 1 BZRG)
  • den Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse vorlegen, insofern keine deutsche Staatsbürgerschaft besteht
    Sie benötigen Kenntnisse in Deutsch auf Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER). Die Sprachkenntnisse müssen bis zum Ende der Bewerbungsfrist vorliegen.
  • Ausländische Bildungsnachweise müssen im Vorfeld durch eine Anerkennungsstelle geprüft werden. Die Anerkennungsurkunde ist mit der Bewerbung einzureichen.


Folgende Kliniken kooperieren im Rahmen des Bachelorstudiums mit der Universität Leipzig:


Bitte beachten Sie auch die Informationen auf der Seite der Medizinischen Fakultät.

Spätestens bis zum Zeitpunkt der Immatrikulation muss ein mindestens vierwöchiges Praktikum in einem der nachfolgenden Bereiche nachgewiesen werden, wobei auch Kombinationen möglich sind:

  1. klinischer Einsatz mit Schwerpunkt Geburtsmedizin, Wochenbettstation oder gynäkologische Station
  2. außerklinisches Handlungsfeld der Hebamme im Geburtshaus, in einer Hebammenpraxis oder bei freiberuflichen Hebammen
  3. niedergelassene/r Gynäkologin oder Gynäkologe oder Geburtshelferin und Geburtshelfer mit Schwerpunkt Schwangerenvorsorge und/oder Pränataldiagnostik

Inhalte

Der grundständige Bachelorstudiengang Hebammenkunde vermittelt Ihnen die fachlichen und personalen Kompetenzen, die für die selbstständige und umfassende Hebammentätigkeit im stationären sowie im ambulanten Bereich erforderlich sind. Hierbei liegt der Fokus auf dem wissenschaftlichen und praktischen Grundlagenwissen zu den Themen Schwangerschaft, Geburt, Nachsorge und Beratung, zum Beispiel in Fragen der Familienplanung und frühen Elternschaft.

Hebammen (m,w,d) begleiten als Expertinnen und Experten eigenständig Frauen und Familien während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit oder dem ersten Lebensjahr eines Kindes. Sie berücksichtigen die konkreten Lebenssituationen, den sozialen, biographischen, kulturellen und religiösen Hintergrund, die sexuelle Orientierung, die besonderen Belange von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowie die Lebensphase der zu betreuenden Frauen und Familien. Hebammen fördern durch ihre Betreuung die Gesundheit von Mutter und Kind, unterstützen deren Selbständigkeit und achten deren Recht auf Selbstbestimmung.

Sie arbeiten eng im Team mit anderen Berufsgruppen zusammen, um eine optimale Versorgung sicherzustellen. Dafür müssen Sie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, eigener klinischer Erfahrungen und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Frauen und Familien eigenständig entscheiden, reflektieren und kompetent handeln.

Die gesetzliche Grundlagen für das Studium zum B. Sc. Hebammenkunde sind einerseits das Hebammengesetz (HebG) und andererseits die Studien– und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV).

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums wird auf Antrag die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Hebamme" (m,w,d,) erteilt. Das duale Studium gliedert sich in einen theoretischen Teil an der Universität und einen berufspraktischen Teil im Krankenhaus. Sie schließen hierfür einen Ausbildungsvertrag mit kooperierenden Krankenhäusern ab und erhalten eine Ausbildungsvergütung.

Das Hebammenstudium ist ein duales Studium und besteht aus einem berufspraktischen Studienteil und einem hochschulischen Studienteil. Die für die Erlaubnis maßgeblichen Teile des Hebammenstudiums umfassen mindestens 4 600 Stunden. Davon entfallen mindestens 2 200 Stunden auf den berufspraktischen Teil und mindestens 2 200 Stunden auf den hochschulischen Teil.

Das Studium umfasst sieben Fachsemester mit 210 Leistungspunkten und gliedert sich in 20 universitäre Module und 18 Praxismodule bei den Kooperationspartnern der Medizinischen Fakultät. Die universitären Module werden inhaltlich in berufsspezifische, multi–/interprofessionelle und wissenschaftliche Module eingeteilt, wobei in allen universitären Modulen die reflexive Hebammenarbeit eine zentrale Rolle spielt. Die universitären Module werden jeweils mit mindestens 3 ECTS bis maximal 8 ECTS honoriert. Im fünften Fachsemester wird eines von vier Wahlpflichtmodulen gewählt, welches jeweils mit 2 ECTS hinterlegt ist. Die Praxismodule werden pro Semester insgesamt mit 14 ECTS absolviert.

Die Bachelorarbeit, die im siebenten Fachsemester absolviert wird, wird mit 10 ECTS honoriert. Die staatliche Prüfung umfasst vier Modulprüfungen:

  • die Module "Die Familie in besonderen Situationen" und " Wissenschaftliches Arbeiten, quantitative und qualitative Forschungsmethoden" schliessen jeweils mit einem schriftlichen Teil
  • das Modul " Netzwerke und Kooperation"  mit dem mündlichen Teil und
  • das Modul " Hebammenhandeln im Berufsfeld: Theorie – Praxis-Transfer" mit dem praktischen Teil der staatlichen Prüfung

gemäß Hebammengesetz (HebG) vom 22.11.2019 ab.

Die Berufsbezeichnung „Hebamme“ gilt für alle Berufsangehörigen. Mit der Berufszulassung können Sie in Deutschland sofort klinisch und außerklinisch als Hebamme tätig werden. Mit dem Bachelorabschluss ist Ihre Qualifizierung auch international anerkannt. Ein anschließendes Masterstudium qualifiziert Sie für Tätigkeiten in der Forschung und Lehre oder für Leitungsfunktionen.

Die grundsätzlichen Einsatzgebiete von Hebammen sind

  • geburtshilfliche Abteilungen von Krankenhäusern
  • Hebammenpraxen
  • Geburtshäusern
  • freiberufliche Hebammen

Darüber hinaus finden Sie auch Beschäftigung bei sozialen Diensten und bei Gesundheitsämtern.

 

Der berufspraktische Teil umfasst Praxiseinsätze in Krankenhäusern, bei freiberuflichen Hebammen, in ambulanten hebammengeleiteten Einrichtungen oder in weiteren zur berufspraktischen Ausbildung von Hebammen geeigneten Einrichtungen.

Bewerbung

Der Studiengang wurde zum Sommersemester 2021 neu eingeführt.
Unter Berücksichtigung des vorgesehenen Bewerbungsturnus ist die nächstmögliche Bewerbung erst wieder zum Wintersemester 2022/23 möglich. 

Studienbeginn: vermutlich Wintersemester 2022/23
Zulassungsbeschränkt (NCU): ja
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.07.2022
Bewerbungsportal: AlmaWeb und direkt an den Kooperationskliniken

Beachten Sie, dass die Bewerbung innerhalb der Bewerbungsfrist parallel über das AlmaWeb-Portal und an den Kooperationskliniken erfolgen muss!
Weitere Hinweise und Informationen zur Bewerbung an den Kooperationskliniken finden Sie auf den Seiten der Medizinischen Fakultät

Bitte beachten Sie ebenfalls unsere weiteren Informationen auf der Seite "Online-Bewerbung".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Zur Zeit ist keine Bewerbung für ein höheres Fachsemester möglich.

In der LernKlinik auf dem Medizincampus erlernen Studierende praktische Fertigkeiten an Modellen, Foto: Christian Hüller
In der LernKlinik üben Studierende den Ablauf einer Geburt am Modell, Foto: Christian Hüller
Dozentin zeigt Studierenden am Modell die Untersuchungsmethodik, Foto: Christian Hüller