Dank des ausgeprägten internationalen Profils in Lehre, Studium und Forschung zählt unsere Universität zum Kreis der erfolgreichsten deutschen Hochschulen in puncto Internationalisierung. Sie ist ein zentraler Baustein der strategischen Entwicklung: für den Ausbau internationaler Forschungskooperationen, die Öffnung für qualifizierte internationale Studierende, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie für die internationale Mobilität ihrer Angehörigen.

Internationalisierung an unserer Universität bis 2025

Vision

Ausgehend vom universitären Leitmotiv „Aus Tradition Grenzen überschreiten“ sind wir der übergeordneten Vision verpflichtet, die Vielfalt der Welt wissenschaftsbasiert als Welt der Vielfalt zu spiegeln.

Mission

Unsere Universität fördert die Internationalisierung der Lehre besonders durch gemeinsame Studien -und Promotionsangebote mit ausländischen Partnereinrichtungen, durch den gezielten Ausbau der weltweiten Mobilität der Studierenden wie Lehrenden und die Verbesserung der Integrationsinfrastruktur für Menschen aus anderen Kulturräumen. Sie vermittelt ihren studentischen Mitgliedern Kompetenzen für den globalisierten Arbeitsmarkt in Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft. Die Internationalisierung der Forschung konzentriert sich auf die Schaffung internationaler Forschungsverbünde besonders entlang der Forschungsprofilbereiche.

Fächerübergreifende Internationalisierungsziele

Wir bereiten unsere Studierenden auf den globalisierten Arbeitsmarkt in Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft vor. Ausgehend vom HRK Audit „Internationalisierung“ hat sich unsere Universität 2015 fächerübergreifende Zielsetzungen für Studium und Lehre gegeben, die weiter profiliert und ausgebaut werden:

Die Universität Leipzig wirbt um exzellente internationale Gastlehrende und wissenschaftliches Personal mit internationalem Hintergrund. Sie fördert zudem fremdsprachliche und interkulturelle Kompetenzen des gesamten Personals.

Die Universität Leipzig unterstützt die internationale Mobilität ihrer Studierenden durch flexible Modulstrukturen, eine großzügige Anerkennungspraxis und Mobilitätsfenster im Studium. Sie bietet attraktive und belastbare Netzwerke mit Partnern weltweit, denen fachliche Qualitätsstandards zugrunde liegen.

Die Universität Leipzig baut die Integration von internationalen Komponenten in Studium und Lehre aus, insbesondere für internationale Studiengänge.

Die Universität Leipzig erweitert Angebote zur sprachlichen wie fachlichen Studienvorbereitung und -begleitung für internationale Studierende. Zudem optimiert sie Rekrutierungs- und Auswahlprozesse, um exzellente ausländische Studierende und Promovierende zu gewinnen.

Die Universität Leipzig will transregionale Verbünde mit ausgewählten Partnern etablieren und nutzen. Mit ihren Forschungsprofilbereichen hat die Universität Leipzig wissenschaftliche Wachstumskerne identifiziert, um die sich Exzellenz aus Universität und außeruniversitären Forschungspartnern versammelt. Dies soll stärker für die Internationalisierung der Lehre und des Studiums genutzt werden.

Die Universität Leipzig optimiert ihre Außendarstellung auf Grundlage eines internationalen Kommunikationskonzeptes. Es bildet die Grundlage, um neben analogen verstärkt digitale Instrumente zielgruppen- und inhaltsdifferenziert einzusetzen.

Zu Internationalisierung und Hochschulentwicklung

Rektorin Beate A. Schücking im Interview

Liebe Frau Professor Schücking, Ihre Laufbahn war bisher von vielen Stationen im Ausland geprägt – was bedeutet Ihnen persönlich die Internationalisierung?

Für meine wissenschaftliche Entwicklung waren die auswärtigen Stationen – ob im europäischen Raum oder in den USA und Kanada sehr prägend. Sie ermöglichten mir, internationale Standards kennenzulernen, an denen ich dann zu Hause meine Forschungsgruppe ausrichtete. Ein wirklich sehr wichtiger Punkt für mich war in diesem Zusammenhang, dass auch meine Nachwuchswissenschaftlerinnen nach Möglichkeit alle ins Ausland kamen. Der Aufbau eines internationalen Netzwerkes ist dafür natürlich ganz wichtig. Man kann nicht erwarten, dass einem ein internationales Netzwerk einfach so zufliegt. Das entsteht darüber, dass man selbst Kolleginnen und Kollegen kennenlernt, mit ihnen zusammenarbeitet und publiziert und vor allem Vertrauen bildet. Das ist auch etwas, das zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt und ich bin deswegen sehr froh, dass mein Sohn jetzt auch intensiv im Ausland studiert und nicht nur in Deutschland.

Porträtaufnahme der Rektorin der Universität Leipzig Prof. Dr. med. Beate Schücking
Rektorin der Universität Leipzig: Professorin Beate A. Schücking, Foto: Christian Hüller

Was verstehen Sie an der Universität Leipzig unter Internationalisierung?

Die Universität Leipzig verbindet Internationalisierung mit dem Anspruch, ihre Kernaufgaben Forschung und Lehre von vornherein in einem globalen Zusammenhang zu sehen. Wir verstehen Internationalisierung als eine Querschnittsaufgabe, die alle Bereiche der Universität durchdringen muss. Also von der Hochschulleitung über die Fakultäten bis hin zur Verwaltung. Letztlich ist die Internationalisierung ein Prozess, der der Qualitätsentwicklung in den Kernaufgaben der Universität dient. Das versuchen wir durch entsprechende Maßnahmen zu fördern und zu unterstützen.


Welche Bedeutung hat die Internationalisierung für die Entwicklung der Universität Leipzig?

Die Universität Leipzig setzt sich im Hochschulentwicklungsplan 2020/2025 zum Ziel, ihre Internationalisierung forciert zu entwickeln und sie optimal für ihre Profilbildung zu nutzen. Die Willkommenskultur und Internationalität prägen das Selbstverständnis unserer Universität bereits seit 1409: Damals wurde die Alma Mater von Scholaren und Studierenden gegründet, die vor Repressalien von der Universität Prag nach Leipzig geflohen sind. Heute ist Internationalisierung ein Ausgangspunkt des „Leipziger Wegs“. Er beschreibt die Universität Leipzig als international ausgerichtete Akteurin, die Wissen erzeugt, vermittelt und anwendet.

Wir verstehen Internationalisierung als eine Querschnittsaufgabe, die alle Bereiche der Universität durchdringen muss.

Prof. Beate Schücking

Wo steht die Universität Leipzig aktuell in Bezug auf ihre Internationalisierung?

Im Hinblick auf unsere internationale Arbeit zählen wir zu den profiliertesten Hochschulen in Deutschland. Im Förderranking des Deutschen Akademischen Austauschdienstes beispielsweise erreichen wir regelmäßig Spitzenpositionen. Aber auch bei EU-Drittmitteleinwerbungen für internationale Projekte und Partnerschaften nehmen wir laut Profildatenstudie deutschlandweit den dritten Platz ein.
 

Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Die Universität Leipzig hat zahlreiche internationale Kooperationen auf allen Kontinenten. Wenn man das Qualitätskriterium bei der Auswahl von Partnern ernst nimmt und weiß, dass die Universität Leipzig von einer großen Fächervielfalt lebt, ist es unvermeidbar und vernünftig, sich für jede Disziplin den besten Partner weltweit zu suchen. Die internationale Ausrichtung und gute Vernetzung unserer Hochschullehrer zeigt sich in den überdurchschnittlich hohen Mobilitätszahlen von Lehrenden, die Aufenthalte an Partnerhochschulen verbringen. Ihr aktives Engagement strahlt auch als positives Beispiel auf unsere Studierenden aus: Die Zahl der Studierenden, die ein Auslandsstudium – oder Praktikum im Ausland absolvieren, liegt laut Profildatenstudie weit über dem Durchschnitt.

Den internationalen Studierenden wird ein breit aufgestellter Informations- und Beratungsservice in allen Studienphasen geboten, von der ersten Studienorientierung über die studienerfolgsorientierte Begleitung bis hin zur Steigerung der Berufsbefähigung. Was mich besonders freut ist, dass 87 Prozent der internationalen Studierenden eine Bewerbung an unserer Universität empfehlen würden. Damit liegen wir laut Internationalem Studienbarometer weit über dem nationalen und internationalen Durchschnitt.
 

Welche konkreten Ziele werden bis 2025 ins Auge gefasst?

In den vergangenen Jahren haben wir den Anteil der internationalen Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gesteigert. Um für diese Zielgruppe Serviceangebote zu optimieren und den Studienerfolg zu verbessern, haben wir uns zum Ziel gesetzt, verstärkt die Internationalisierung der Verwaltung und die Willkommenskultur bis 2025 weiterzuentwickeln.
 

Wie soll das konkret ablaufen?

Die Maßnahmen umfassen beispielsweise fachliche und sprachliche Qualifizierungsangebote für das Personal, um internationale Projekte noch professioneller zu verwalten. Außerdem planen wir, in jeder Verwaltungseinheit „Expertinnen und Experten“ als Ansprechpartner für internationale Belange zu identifizieren. Im Rahmen des Relaunchs haben wir ebenfalls unsere englischsprachigen Seiten stärker ausgebaut und wollen auch bei Dokumenten und Beschilderung konsequent mehrsprachig arbeiten. Als Basis dafür wird ein universitätsweites Sprachenkonzept erarbeitet, das auf Mehrsprachigkeit und internationale Kulturkompetenzen auf allen Universitätsebenen abzielt.

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