Das Studium der Rechtswissenschaften umfasst die Ausbildung auf allen Rechtsgebieten und vermittelt alle Kenntnisse und Fähigkeiten, die zu rechtswissenschaftlichem Arbeiten, zu kritischem Denken und zu verantwortlichem juristischen Handeln erforderlich sind.

Das Studium ist sehr vielseitig und eröffnet Ihnen zahlreiche Berufsperspektiven in unterschiedlichsten Bereichen.

 

Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Rechtswissenschaft
  • Studientyp

    grundständig
  • Abschluss

    Staatsexamen
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Vollzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    örtlich zulassungsbeschränkt
  • Regelstudienzeit

    10 Semester

  • NC

    Im letzten Auswahlverfahren erhielten alle Studienbewerberinnen und -bewerber einen Studienplatz.

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Video "Das sagen die Studierenden"

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife, Fachgebundene Hochschulreife

keine besonderen Sprachkenntnisse erforderlich

Inhalte

Rechtswissenschaft studieren bedeutet, sich mit den Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens auseinanderzusetzen und zu lernen, nach welchen Prinzipien und Werten es gestaltet wird. Die Rechtswissenschaft ist also sehr vielseitig und lebensnah und bei weitem nicht so trocken und unzugänglich, wie man es ihr nachsagt - ganz im Gegenteil!

Das Universitätsstudium gliedert sich in ein Pflichtfach- und ein Schwerpunktbereichsstudium. Es bereitet die Studierenden auf die Erste Juristische Prüfung vor und hat die Ausbildung des sog. Einheitsjuristen bzw. der Einheitsjuristin zum Ziel: Die Studierenden erwerben alle Kenntnisse und Fähigkeiten, die zu rechtswissenschaftlichem Arbeiten, zu kritischem Denken und zu verantwortlichem juristischen Handeln erforderlich sind.

Im Pflichtfachstudium werden die Studierenden in allen drei Rechtsgebieten ausgebildet:

  • Bürgerliches Recht (mit Handels-, Gesellschafts- und Arbeitsrecht) und im Zivilprozessrecht
  • Straf- und Strafprozessrecht
  • Öffentliches Recht: Staats-, Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Europa -und Völkerrecht

Des Weiteren gehört die Vermittlung von fachbezogenen Fremdsprachenkenntnissen und sogenannten Schlüssel­qualifikationen wie z.B. Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Streit­schlich­tung, Meditation, Vernehmungslehre und Kommunikationsfähigkeit dazu.

Zusätzlich werden Grundlagenfächer wie Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie oder Rechtssoziologie angeboten. Sie stellen interdisziplinäre Bezüge zu anderen Fachgebieten her.

Im Schwerpunktbereichsstudium setzen sich die Studierenden mit Themen auseinander, die sie besonders interessieren. Es dient der frühzeitigen Spezialisierung der Studierenden. Dies bedeutet allerdings keine Festlegung für die spätere Laufbahn.

An der Universität Leipzig können Sie zwischen folgenden Schwerpunktbereichen (SPB) wählen:

  • SPB 1: Grundlagen des Rechts
  • SPB 2: Staat und Verwaltung – Umwelt, Bauen, Wirtschaft
  • SPB 3: Internationaler und Europäischer Privatrechtsverkehr
  • SPB 4: Europarecht, Völkerrecht, Menschenrechte
  • SPB 5: Bank- und Kapitalmarktrecht
  • SPB 6: Kriminalwissenschaften
  • SPB 7: Medienrecht
  • SPB 8: Rechtsberatung – Rechtsgestaltung – Rechtsdurchsetzung
  • SPB 9: Unternehmensrecht
  • SPB 10: Arbeitsrecht
  • SPB 11: Steuerrecht

Referendariat:

An das Universitätsstudium und die bestandene Erste Juristische Prüfung können Sie einen zweijährigen Vorbereitungsdienst anschließen. Dieser kann bei Gerichten und Staatsanwaltschaften, Behörden, Rechtsanwaltschaften und Notariaten, aber auch zum Teil im Ausland abgeleistet werden. Er schließt mit der Zweiten Juristischen Staatsprüfung ab. Mit ihr wird die Befähigung zum Richteramt und zum höheren Verwaltungsdienst erworben. Diese ist auch Voraussetzung für nahezu alle anderen juristischen Berufe (insbesondere den des Rechtsanwalts bzw. der Rechtsanwältin).

Der Vorbereitungsdienst kann in allen Bundesländern abgeleistet werden. Rechtsreferendare und Referendarinnen erhalten während des Vorbereitungsdienstes Unterhaltsbeihilfe, die den Lebensunterhalt sichert.

Der Lernstoff wird durch Vorlesungen vermittelt und von Arbeitsgemeinschaften begleitet, die in kleinen Gruppen die Technik der juristischen Falllösung üben.

Grundstudium

Am Ende der Vorlesungen des 1. bis 3. Semesters müssen die Studierenden Abschlussklausuren und eine Ferienhausarbeit bestehen. Diese Leistungen entsprechen der Zwischenprüfung.

Hauptstudium

Nach Bestehen der Zwischenprüfung besuchen die Studierenden Übungen für Fortgeschrittene im Bürgerlichen Recht, im Öffentlichen Recht und im Strafrecht; hier sind ebenfalls Leistungsnachweise zu erbringen.

Bereits ab dem 4. Semestern besteht die Möglichkeit, am LEONIE-Klausurenkurs teilzunehmen. Dabei lernen die Studierenden frühzeitig, Original-Examensklausuren in verschiedenen Schritten zu bearbeiten.

Das Schwerpunktbereichsstudium absolvieren die Studierenden grundsätzlich neben dem Pflichtfachstudium. Es umfasst mindestens 16 Semesterwochenstunden und wird in der Regel nicht vor Beginn des 4. Fachsemesters aufgenommen.

Praktische Studienzeit

In der vorlesungsfreien Zeit sind insgesamt drei Monate (90 Tage) an praktischer Studienzeit zu absolvieren. Diese kann insbesondere bei der Justiz, in der Verwaltung oder in einer Rechtsanwaltskanzlei abgeleistet werden. Praktika können auch im Ausland absolviert werden.

Examensvorbereitung

Ab dem 6. Semester werden im Rahmen der „Leipziger-Examens-Offensive“ (LEO) spezielle kostenfreie Veranstaltungen zur Examensvorbereitung und ein wöchentlicher Klausurenkurs angeboten. In dieser Zeit wird der gesamte examensrelevante Stoff wiederholt.

Die Vorbereitung auf die Erste Juristische Prüfung dauert in etwa eineinhalb Jahre.

Erste Juristische Prüfung

Das Ziel des Studiums der Rechtswissenschaft ist das erfolgreiche Ablegen der Ersten Juristischen Prüfung (vormals Erstes Staatsexamen). Diese gliedert sich in zwei Teile: Die staatliche Pflichtfachprüfung einerseits und die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung andererseits.

Wer nach dem achten Semester mit der Pflichtfachprüfung beginnt, hat einen Verbesserungsversuch (den sogenannten "Freischuss"). Sofern die Schwerpunktbereichsprüfung vor Ablauf des 10. Fachsemesters abgelegt wird, besteht auch hier die Möglichkeit eines Verbesserungsversuchs.

Das Jura-Studium bereitet Sie auf jeden Beruf vor, der Problemlösungskompetenzen, analytische Fähigkeiten und ein Verständnis für gesellschaftliche, politische und ökonomische Realitäten erfordert.

Die Berufsperspektiven, die Ihnen zwei juristische Staatsexamen (Studium und ggf. Referendariat) eröffnen, sind also sehr vielfältig:

  • klassische juristische Laufbahn als Richter und Richterin, Staats- und Rechtsanwalt und -anwältin, Notar und Notarin oder Verwaltungsbeamter und -beamtin im höheren Dienst
  • Journalist und Journalistin, Mediator und Mediatorin, Diplomat und Diplomatin, Politiker und Politikerin
  • Rechtsberatung und -betreuung von Unternehmen, Verbänden und internationalen Organisationen
  • wissenschaftliche Laufbahn in Forschung und Lehre

Mittlerweile hat Leipzig sich zu einem der attraktivsten Standorte für ein Jura-Studium entwickelt und bietet viele Vorzüge für Studierende:

  • zahlreiche Erasmuspartnerschaften mit Möglichkeiten für ein Auslandsstudium
  • etabliertes (kostenfreies) Universitätsrepetitorium zur Vorbereitung auf die Erste Juristische Prüfung mit wöchentlichem Klausurenkurs (Leipziger Examensoffensive – LEO)
  • Verbindung von Theorie und Falltraining vom ersten bis zum letzten Semester
  • BAföG - freundlicher Studienplan
  • Wahlmöglichkeit zwischen 11 verschiedenen Schwerpunktbereichen
  • zahlreiche Möglichkeiten zur Teilnahme an Moot Courts (simulierten Gerichtsverhandlungen)
  • vielfältige Möglichkeiten, sich mit erworbenem Wissen gesellschaftlich zu engagieren (studentische Rechtsberatung, Hochschulpolitik, Studierendenzeitschrift- und Radio)
  • alle Lehrveranstaltungen auf dem zentralen Campus der Universität im Herzen der Stadt

Bewerbung

Aufgrund der Corona-Krise gelten für Bewerbungen zum Wintersemester 2020/2021 veränderte Fristen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Seite „Bewerbungsfristen“ über die aktuellen Daten.
Die unten stehenden Fristen sind derzeit nicht gültig.

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): ja
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.07.
Bewerbungsportal: DoSV

Beachten Sie unbedingt unsere weiteren Hinweise auf der Seite "Online-Bewerbung".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Aufgrund der Corona-Krise gelten für Bewerbungen zum Wintersemester 2020/2021 veränderte Fristen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Seite „Bewerbungsfristen“ über die aktuellen Daten.
Die unten stehenden Fristen sind derzeit nicht gültig.

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS, 5. FS, 7. FS und 9. FS - jeweils zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS, 4. FS, 6. FS und 8. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

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