Die Kulturstudien geben Einblicke in eine Kultursparte. Im Zentrum der Studien stehen neben dem gemeinsamen Besuch einer Kulturveranstaltung die wissenschaftliche Vorbereitung des Themas sowie ein Blick auf die Praxis des jeweiligen Kulturbetriebs.

Das Foto zeit einen großen Saal von der Bühne aus betrachtet. Die Wänge wirken hölzern verkleidet, an der Decke leuchten viele, helle Lampen. Der Saal gehört zur Oper Leipzig, man sieht ihn aus der Perspektive von Opernsingenden.
Saal der Oper Leipzig, Foto: Kirsten Nijhof / Oper Leipzig

Die Kulturstudien sind ein Bildungsangebot aus dem Bereich der Kulturwissenschaft und des Kulturmanagements. Die Teilnehmenden erhalten vertiefte Einblicke in die Arbeitswirklichkeit der führenden Leipziger Kultur­institutionen durch Gespräche mit Akteurinnen und Akteuren dieser Einrichtungen. Der Veranstaltungsbesuch ist nicht ein einmaliges Event, sondern eingebettet in die wissenschaftliche und praxisnahe Vorbereitung im Rahmen der Kulturstudien.

Die Teilnahme an den Kulturstudien steht allen Interessierten offen, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

Der Beginn der Präsenzveranstaltungen an unserer Universität wurde für das aktuelle Sommersemester verschoben. Die Kulturstudien beginnen daher frühestens nach dem 4. Mai 2020.

Auf unserer Seite zum Coronavirus informieren wir Sie über die neuesten Entwicklungen.

Kulturstudien Museum

Wie entsteht eine Ausstellung?

„Das ungebaute Leipzig – Visionen – Luftschlösser – gescheiterte Projekte vom Barock bis zur Gegenwart“Wie entsteht eine Ausstellung? – Dieser Frage gehen die Kulturstudien Museum nach. In Zusammenarbeit mit Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtge-schichtlichen Museums, Professor Arnold Bartetzky vom Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa und Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte können Sie das Entstehen einer Ausstellung zum Thema „Das ungebaute Leipzig“ verfolgen

23.06.20, 16.00 Uhr

Prof. Dr. Arnold Bartetzky

Das ungebaute Leipzig“ – ein Ausstellungsprojekt in Kooperation zwischen Studierenden der Kunstgeschichte an der Universität Leipzig und dem Stadtgeschichtlichen Museum

Das Ausstellungsprojekt widmet sich den vielen unrealisiert gebliebenen Bauprojekten, verhinderten Entwürfen und städtebaulichen Ideen, Visionen und mitunter auch Luftschlössern, die zwischen dem 18. Jahrhundert und der Gegenwart Architekten, Planer, Politiker und Investoren beschäftigt haben. Die Beispiele reichen vom geplanten Schloss für August den Starken im Rosental und den frühen Umbauplänen für das Rathaus über Hochhausvisio-nen oder die Idee eines Flughafens über dem Hauptbahnhof in der Zwi-schenkriegszeit, gescheiterte Großprojekte des Dritten Reiches und der DDR bis zu realitätsfremden Investorenträumen und den Olympiaplänen der Nachwendezeit.

 

30.06.20, 16.00 Uhr

Dr. Anselm Hartinger
Sammlung – Thema – Vermittlung: Wie kulturgeschichtliche Ausstellungen entstehen. Ein Werkstattbericht

Kultur- und stadtgeschichtliche Ausstellungen entstehen nicht im stillen Kämmerlein und auch nur selten allein im Kopf eines Kurators; die Arbeit an ihnen beginnt lange vor der festlichen Vernissage, und sie endet auch keineswegs mit dem ersten Öffnungstag. Museumsarbeit heute bedeutet, den eigenen Sammlungsauftrag sowie die Ressourcen und die Tradition eines Hauses so mit den Erwartungshaltungen und Interessen verschiedenster Zielgruppen und insbesondere der Stadtgesellschaft zu verknüpfen, dass daraus relevante und spannende Ausstellungsprojekte entstehen können, die es dann in einer zugleich dem Gegenstand angemessenen wie auch unter-haltsamen und sinnlichen Weise zu vermitteln gilt. Der Vortrag gibt praxisnahe Einblicke in die notwendigen Voraussetzungen und begrenzenden Zwänge sowie die arbeitsteilige Realisierung von Ausstellungen im stadtgeschichtlichen Raum und geht dabei auch auf die Rolle interdisziplinärer Kooperationen sowie dialogischer und partizipativer Aspekte im Verhältnis von Museumsmachern und Besuchergruppen ein.

08.07.20, 16.00 Uhr

Im Werkstattgespräch mit Prof. Dr. Arnold Bartetzky haben Sie die Möglichkeit, mit den Studierenden über das Thema der Ausstellung ins Gespräch zu kommen und Ihr Wissen über das ungebaute Leipzig einzubringen.

Ausstellungseröffnung "Das ungebaute Leipzig" im Stadtgeschichtlichen Museum

10.09.20, 16.00 Uhr

Führung mit Dr. Anselm Hartinger und Prof. Dr. Arnold Bartetzky „Das ungebaute Leipzig“

Kulturstudien Kunst

Tübkes Monumentalbild – Die Sixtina des Nordens

Im Sommersemester werden die Kulturstudien Kunst mit dem Fokus auf den Maler und Grafiker Werner Tübke fortgesetzt. Der zweite Teil widmet sich Tübkes monumentalem Panoramabild über den Bauernkrieg mit dem Titel „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“

Die Kulturstudien beginnen mit einem Vortrag von Frau Dr. Michalski über die Entstehungsgeschichte des Bildes, das in der Zeit von 1976–1987 als Auftragswerk des Ministeriums für Kultur der DDR entstanden ist. Herr Wenzel berichtet in einem Gespräch mit Frau Dr. Michalski über seine Begegnungen mit Tübke und seine Arbeit am Panoramabild. Er war 1982/1983 an der Entstehung des Bildes unmittelbar beteiligt und einer derjenigen Absolventen der Hochschule für Grafik- und Buchkunst Leipzig, die das Entwurfsbild Tübkes auf das zehnmal größere Panoramabild übertrugen. Den Abschluss der Kulturstudien Kunst bildet eine Exkursion nach Bad Franken-hausen. Dort nehmen Sie an einer Führung teil, sehen den Film „Schlacht am Bild“ und erhalten im Tübke-Kabinett weitere Einblicke in die Entstehungsge-schichte des Bildes. Frau Dr. Michalski und Herr Wenzel werden die Exkursion begleiten.

10.08.20, 16.00 Uhr

Vortrag:

Dr. Annika Michalski
Das Panoramagemälde von Werner Tübke in Bad Frankenhausen. Einführung in Ent-stehungsgeschichte und Bildkosmos

 

12.08.2020, 16.00 Uhr

Im Atelier mit Tübke - Dietrich Wenzel/Dr. Annika Michalski

In einem Gespräch mit der Kunsthistorikerin Dr. Annika Michalski berichtet der Leipziger Zeichner und Maler Dietrich Wenzel (geb. 1943) über seine intensiven Begegnungen mit Werner Tübke, die sein Leben beeinflussen – über Phasen, in denen er dem Meister als Student, als Kollege und Mensch nahe war, zwischen langen Jahren der Entfernung.

14.08.2019

Zum Abschluss der Kulturstudien Kunst fahren wir gemeinsam nach Bad Frankenhausen. Wir werden zuerst an einer Führung teilnehmen und uns dann den Dokumen-tarfilm „Schlacht am Bild“ ansehen. Dieser zeigt in sehr imposanter Weise den Entstehungsprozess des Bildes und lässt die physischen und psychischen Belastungen des Künstlers und seiner Altgesellen deutlich werden. Beeindru-ckende Aufnahmen der Hängung der 1,1 Tonnen schweren Leinwand und Interviewpassagen mit Werner Tübke verdeutlichen die Einmaligkeit dieses Projektes. Danach ist Zeit für ein Mittagsessen im Restaurant des Museums. Zuletzt werden wir uns im Tübke-Kabinett die Ausstellung „Werner Tübkes Monumentalwerk – Das Abenteuer der Bilderfindung“ ansehen.

Abfahrt: 8:30 Goethestraße (VarioBus)

Rückkehr: ca. 17:00

 

Kulturstudien Musiktheater

Die Kulturstudien Musiktheater bestehen aus jeweils drei Veranstaltungen: einer Vorlesung durch Wissenschaftler_innen der Universität Leipzig, dem Werkstattgespräch mit einem Mitwirkenden der Oper Leipzig sowie der Aufführung des jeweiligen Stückes.

Kulturstudien Musiktheater 3

"Capriccio"

15.06.20, 17.00 Uhr

Werkstattgespräch in der Oper Leipzig

23.06.2020, 17.30 Uhr

Erst die Musik, dann die Worte?

Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Fuhrmann und Dr. Christian Geltinger

18.06.20, 18.00 Uhr

Aufführung "Capriccio" von Richard Strauss in der Oper Leipzig

Anmeldung

Um sich für die Kulturstudien anzumelden, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Gern können Sie das Anmeldeformular persönlich im Sachgebiet Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium abgeben. Sie können uns das Formular auch per Post, Fax oder E-Mail zusenden. Sie finden das Anmeldeformular ab Anmeldebeginn unter „Downloads“

Themenvielfalt der Kulturstudien

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Kulturstudien wird eine Kultursparte der Stadt Leipzig in den Blick genommen.

Bisherige Veranstaltungsreihen:

In den Kulturstudien Literatur stand der mehrfach ausgezeichnete Leipziger Autor Clemens Meyer im Mittelpunkt. Die Vorlesungen beschäftigten sich mit dem Genre der Erzählung in der modernen Literatur und den Entwicklungen des Buchmarkts.

Die Kulturstudien Musik beschäftigten sich mit dem Gewandhaus zu Leipzig als Konzerthaus und traditionsreichem Vertreter der Leipziger Musikkultur.

Das könnte Sie auch interessieren

studium universale

mehr erfahren

Ringvorlesung

mehr erfahren

Seniorenakademie

mehr erfahren