Das Einwerben von Drittmitteln ist für Ihre unabhängige wissenschaftliche Karriere besonders wichtig. Bei einem Fördermittelgeber können Sie zum Beispiel Gelder für Ihre eigene Stelle oder ein Stipendium für Ihre Nachwuchsgruppe oder andere Mitarbeitende sowie für Sach- und Reisemittel einwerben. Unser Forschungsservice berät Sie zu potenziellen Fördermittelgebern und ihren Regularien, zu offenen Ausschreibungen und internen Unterstützungsmöglichkeiten und ist Ihnen beim Schreiben Ihres Antrags behilflich.

3 Studierende schauen von außen durch ein Schaufenster
Wir unterstützen Sie bei der Suche nach geeigneten Fördermitteln. Foto: Christian Hüller

Anschubfinanzierung Flexibler Fonds

Mit dem Flexiblen Fonds stehen Postdocs (inkl. Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren mit befristeter Anstellung) der Universität Leipzig Mittel für vorbereitende Aktivitäten für einen eigenen Drittmittelantrag zur Verfügung.

Ziel der Förderung ist die Einreichung eines Drittmittelantrags – beispielsweise bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), bei Stiftungen, Bundes- und Landesministerien oder der EU.

Zuschüsse können für vorbereitende Aktivitäten gewährt werden, die notwendig sind, um den Drittmittelantrag zu erstellen:

  • Reisekosten (z. B. Konferenzen, Workshops, Recherche, Treffen mit Projektpartnerinnen und -partnern)
  • Publikationen (die eine notwendige Voraussetzung für die Einreichung des Forschungsantrags bei einem Drittmittelgeber darstellen, soweit nicht durch den Publikationsfonds abdeckbar)
  • Verbrauchsmaterialien
  • studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte, die die Antragstellung unterstützen
  • Coaching (z. B. Interviewtraining)

Ausführliche Informationen zur Antragstellung auf Mittel aus dem Flexiblen Fonds finden Sie in der Richtlinie und im Antragsformular. Ihre Ansprechpartnerinnen sind Dr. Kornelia Ehrlich (Programmkoordination Flexibler Fonds, EU), Dr. Steffi Donath (Ministerien), Dr. Sindy Schug (DFG) und Dr. Barbara Weiner (DFG, Stiftungen).

Ausgenommen sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Medizinischen Fakultät. Diese werden in speziellen Programmen der Medizinischen Fakultät unterstützt.

Förderung

Ausgehend von Ihrer aktuellen Karrierephase beraten wir Sie zu spezifischen Drittmittelprogrammen verschiedener nationaler und internationaler Fördermittelgeber. Unter der Rubrik Forschungsförderung finden Sie Informationen zum Ablauf der Antragstellung von der Idee bis zum Projektende mit unseren jeweiligen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern, zu den Förderprogrammen von DFG, Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, DAAD-Forschungsprogrammen, Wissenschaftspreisen, EU sowie weiteren internationalen Förderern.

Wir unterstützen Sie in einer persönlichen Beratung bei der Antragserstellung, beispielsweise beim Aufbau des Antrags, bei der Qualitätssicherung sowie beim Umgang mit Forschungsdaten und der Finanzkalkulation.

Ausgewählte Fördermöglichkeiten zur Finanzierung Ihrer eigenen Stelle finden Sie im Folgenden:

Im Rahmen der klassischen DFG-Einzelförderung, der Sachbeihilfe, können Sie mit dem Modul „Eigene Stelle“ die Finanzierung Ihrer Postdoc-Stelle in der Regel für einen Projektzeitraum von bis zu drei Jahren beantragen.
Zur Antragseinreichung müssen Sie eine rechtsverbindliche, das heißt durch die Kanzlerin unterzeichnete Arbeitgebererklärung bei der DFG einreichen. Wir holen diese für Sie ein.

Beratung und Unterstützung erhalten Sie bei Dr. Sindy Schug und Dr. Barbara Weiner.

Das Walter Benjamin-Programm der DFG richtet sich an Postdocs in der frühen Karrierestufe im Anschluss an die Promotion. Sie können mit dem Modul „Walter Benjamin-Stipendium” Mittel für einen zweijährigen Postdoc-Aufenthalt im Ausland einwerben. Das Modul „Walter Benjamin-Stelle“ hingegen wird für eine Stelle für bis zu zwei Jahre an einer deutschen Forschungseinrichtung beantragt.
Zur Antragseinreichung im Modul „Walter Benjamin-Stelle“ müssen Sie eine rechtsverbindliche, das heißt durch die Kanzlerin unterzeichnete Arbeitgebererklärung bei der DFG einreichen. Wir holen diese für Sie ein.
Beratung und Unterstützung erhalten Sie bei Dr. Sindy Schug und Dr. Barbara Weiner.

 

Forschungsstipendien sind vor allem für jüngere Postdocs (early-career researchers) von Interesse. Neben Forschungsvorhaben mit geringem Umfang, wie Stipendienmittel für den eigenen Unterhalt oder Druckkosten, bieten sich viele Stipendienmöglichkeiten insbesondere für Forschungsaufenthalte im Ausland.
Einige Stipendiengeber für nationale Projekte haben wir hier aufgelistet:

  • Die Fritz Thyssen Stiftung fördert junge Postdocs mit einem Forschungsstipendium in den Bereichen Geschichte, Sprache und Kultur; Staat, Wirtschaft und Gesellschaft; Medizin und Naturwissenschaften und im Querschnittbereich „Bild–Ton–Sprache“ für maximal zwei Jahre. Darüber hinaus vergibt sie Reisebeihilfen und Druckkostenbeihilfen und fördert kleine wissenschaftliche Tagungen.
  • Die Gerda Henkel Stiftung vergibt Forschungsstipendien für 1 bis 24 Monate im Bereich der historischen Geisteswissenschaften.
  • Das Liebig-Stipendium des Fonds der Chemischen Industrie fördert promovierte Chemikerinnen und Chemiker bis zu drei Jahre nach der Promotion mit einem Stipendium für den eigenen Unterhalt, eine Doktorandenstelle und Sachmittel. Ziel ist der Aufbau einer Nachwuchsgruppe.
  • Die Peter und Traudl Engelhorn Stiftung vergibt im Bereich der Lebenswissenschaften Postdoc-Stipendien für eine Dauer von zwei Jahren.

Für Kurz- und Langzeitaufenthalte im Ausland gibt es eine Vielzahl an Stipendienmöglichkeiten. In der Regel sind diese Aufenhalte für junge Postdocs interessant, um ihr wissenschaftliches Umfeld zu wechseln, internationale Erfahrung zu sammeln und in Vorbereitung auf eine akademische Karriere internationale Netzwerke aufzubauen. Hier finden Sie eine Auswahl an Fördermöglichkeiten für den Auslandsaufenthalt als Postdoc:

  • Stipendiendatenbank des DAAD: Fördermöglichkeiten des DAAD und anderer Förderorganisationen, Recherche nach Fachrichtung und Zielland
  • DAAD-Forschungsstipendien für Postdocs aller Fächer für 3 bis 6 Monate Forschungsaufenthalt im Ausland
  • DAAD Postdoctoral Researchers International Mobility Experience (PRIME) für Postdocs aller Fächer für einen 12-monatigen Forschungsaufenthalt als Stelle im Ausland plus 6 Monate Integrationsphase in Deutschland; Beratung im Forschungsservice
  • DFG-Forschungsstipendien für Postdocs aller Fächer für max. 2-jährige Forschungsaufenthalte im Ausland und ggf. 6 Monate Reintegrationsphase in Deutschland
  • DFG Walter Benjamin-Programm für Postdocs aller Fächer für einen Forschungsaufenthalt von bis zu 2 Jahren plus ggf. Rückkehrstipendium
  • Alexander von Humboldt Stiftung: Feodor Lynen-Forschungsstipendium für Postdocs aller Fächer für Forschungsaufenthalte im Ausland für 6-24 Monate plus ggf. Reintegrationsphase in Deutschland, max. 4 Jahre nach der Promotion
  • Fritz-Thyssen-Stiftung: Reisebeihilfen für Postdocs aller Fächer für Forschungsaufenthalte im In- und Ausland
  • Marie Sklodowska-Curie Individual Fellowships für Postdocs aller Fächer im EU-Programm Horizont 2020 für Forschungsaufenthalte im europäischen Ausland (12–24 Monate) oder im außereuropäischen Ausland (24–36 Monate); Beratung im Forschungsservice
  • Marie Sklodowska-Curie COFUND (Co-funding of regional, national and international programmes): finanziert durch das COFUND-Programm vergeben verschiedene europäische Gasteinrichtungen 6–24-monatige Fellowships; Beratung im Forschungsservice
  • European Research Council: ERC Starting Grants für Postdocs aller Fachrichtungen 2–7 Jahre nach der Promotion zur Unterstützung des Aufbaus ihres ersten unabhängigen Forschungsteams (alle Fachbereiche), Durchführung eines Forschungsprojekts in einem EU-Land oder einem mit der EU assoziierten Land, Förderung für maximal 5 Jahre; Beratung im Forschungsservice
  • European Research Council: ERC Consolidator Grants für erfahrene Forschende aller Fachrichtungen 7–12 Jahre nach der Promotion (alle Fachbereiche), Durchführung eines Forschungsprojekts in einem EU-Land oder einem mit der EU assoziierten Land, Förderung für maximal 5 Jahre; Beratung im Forschungsservice
  • Japan Society for the Promotion of Science: JSPS-Forschungsstipendium für Postdocs für Kurzaufenthalte von 1–12 Monaten und Forschungsaufenthalte von 12–24 Monaten in Japan
  • Leopoldina-Postdoc-Stipendium für Postdocs bis 7 Jahre nach der Promotion aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Fachgebieten, die bereits ein eigenständiges Forschungsprofil erkennen lassen, für 1–3 Jahre im Ausland
  • EMBO: European Molecular Biology Organisation Stipendien für Postdocs im Bereich Molekularbiologie für bis zu 24 Monate
  • FEBS: Federation of European Biochemical Societies Fellowships für Postdocs im Bereich Biochemie
  • HFSP: Human Frontier Science Program für Postdocs im Bereich Biologie/Lebenswissenschaften als Kurz- und Langzeit-Stipendien
  • Fellowships der Gerda Henkel Stiftung für Postdocs in den historischen Geschichtswissenschaften

Weitere Stipendienprogramme und Fördermöglichkeiten finden Sie über folgende Datenbanken:

Nachwuchsgruppen

Programme für Nachwuchsgruppen bieten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine hohe finanzielle Förderung, um ihre eigene Forschungsgruppe aufzubauen und zu leiten. Im Rahmen dieser Programme übernehmen Sie eine Leitungsfunktion, die Sie auf eine Professur vorbereitet. Verschiedene nationale Förderprogramme bieten Nachwuchsgruppen-Programme an. Die EU fördert mit den ERC Starting Grants exzellente Nachwuchsforschende.

Das Emmy Noether-Programm der DFG finanziert herausragenden Postdoktorandinnen und Postdoktoranden eine Nachwuchsgruppe an einer deutschen Forschungseinrichtung. Bewerben können sich Postdocs und befristet beschäftigte Juniorprofessorinnen und -professoren in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere, in der Regel bis zu vier Jahre nach der Promotion (Verlängerung möglich unter anderem bei Elternzeit). Im Laufe der Förderung sollen sich die Gruppenleiter für die Berufbarkeit qualifizieren, indem sie zum Beispiel die Habilitation erlangen. Die Förderung läuft über sechs Jahre. Eine Antragsstellung ist jederzeit möglich.

Bei Interesse kontaktieren Sie Dr. Sindy Schug und Dr. Barbara Weiner.

 

Das Heisenberg-Programm der DFG richtet sich an sehr erfahrene, herausragende Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, die habilitiert sind beziehungsweise über habilitationsäquivalente Leistungen oder eine befristete Juniorprofessur verfügen. Das bedeutet, dass Sie bereits alle Voraussetzungen erfüllen sollten, um auf eine Professur berufen zu werden. Das Programm hilft Ihnen, Ihre wissenschaftliche Leitungsfunktion hin zur Professur weiter zu entwickeln.
Die Förderung im Heisenberg-Programm läuft über fünf Jahre; eine Bewerbung ist jederzeit möglich. Nach der Aufnahme in das Heisenberg-Programm können Sie sich zwischen vier Varianten entscheiden und diese gegebenenfalls im Verlauf der fünfjährigen Förderung kombinieren: dem Heisenberg-Stipendium, der Heisenberg-Stelle, der Heisenberg-Rotationsstelle und der Heisenberg-Professur. Ihre Bewerbung können Sie beispielsweise mit einem Antrag auf Sachbeihilfe kombinieren, um weiterführende Forschungsthemen zusammen mit Ihren Mitarbeitenden zu bearbeiten.

Ihre Ansprechpartnerinnen bei der Bewerbung sind Dr. Sindy Schug und Dr. Barbara Weiner.

Mit den ERC Starting Grants fördert die Europäische Kommission vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn zwei bis sieben Jahre nach der Promotion. Zielgruppe sind exzellente Forschende, die eine unabhängige wissenschaftliche Karriere starten und eine eigene Arbeitsgruppe an der für sie am geeignetsten Einrichtung aufbauen möchten. Der Europäische Forschungsrat (ERC) zielt auf risikoreiche Pionierforschung und folgt allein dem Kriterium der Exzellenz – des Projektvorhabens und des Forschenden. Projektvorhaben können in sämtlichen Themenfeldern angesiedelt sein. Eine Antragstellung ist einmal jährlich zu einem festgelegten Stichtag möglich.

Mit den ERC Consolidator Grants fördert die Europäische Kommission vielversprechende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren eigene unabhängige Arbeitsgruppe sich in der Konsolidierungsphase befindet. Zielgruppe sind exzellente Forschende sieben bis zwölf Jahre nach der Promotion, die ihre wissenschaftliche Unabhängigkeit bereits mit einer umfangreichen Publikationsliste oder der Leitung einer Nachwuchsgruppe unter Beweis gestellt haben. Projektvorhaben können in sämtlichen Themenfeldern angesiedelt sein. Eine Antragstellung ist einmal jährlich zu einem festgelegten Stichtag möglich.

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte Frau Dr. Kornelia Ehrlich.

Nachwuchsforschende mit bis zu vierjähriger Forschungserfahrung nach der Promotion erhalten mit diesem Fellowship der VolkswagenStiftung die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Tätigkeit mit maximalem Freiraum und klarer zeitlicher Perspektive optimal zu gestalten. Sie erhalten für die Dauer von fünf beziehungsweise sechs Jahren eine Nachwuchsgruppenleitung, die mit bis zu 2,2 Millionen Euro dotiert ist. Die VolkswagenStiftung fördert insbesondere wagemutige und innovative Forschungsprojekte mit hohem Risiko, die oftmals über die Grenzen von Disziplinen hinausgehen. Der Forschungspreis wird einmal jährlich ausgeschrieben.

Ihre Ansprechpartnerin bei der Bewerbung ist Frau Dr. Barbara Weiner.

Als Nachwuchsforschende aus dem Ausland können Sie sich auf den renommierten Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung bewerben, um über fünf Jahre eine Arbeitsgruppe aufzubauen. Ihre Promotion sollten Sie hierzu vor nicht mehr als sechs Jahren mit herausragendem Ergebnis abgeschlossen haben. Die Stiftung vergibt die mit bis zu 1,65 Millionen Euro dotierten Preise einmal jährlich. Als Nachwuchsgruppenleitung haben Sie mit dem Preis die Möglichkeit, Ihre Forschung an einer deutschen Forschungseinrichtung durchzuführen. Für Ihre Bewerbung müssen Sie eine Stellungnahme Ihres wissenschaftlichen Gastgebers sowie eine Gastgeberzusage und eine Bescheinigung der Verwaltung mit rechtsverbindlicher Unterschrift der Kanzlerin einreichen.

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte Frau Dr. Barbara Weiner vor der Bewerbung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung schreibt die Förderung von Nachwuchsgruppen in thematisch fokussierten Ausschreibungen für spezifische Fachbereiche aus.

Beratung hierzu erhalten Sie im Forschungsservice durch Dr. Steffi Donath und Dr. Sindy Schug.

Weiterführende Links

Prorektor Erich Schröger beim Pre-Doc Award 2017/2018
Der Pre-Doc Award fördert die Betreuungskompetenzen von Postdocs und liegt Prorektor Erich Schröger besonders am Herzen. Foto: Christian Hüller

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