In den zahlreichen strukturierten Programmen der Universität Leipzig promovieren über 700 Doktorandinnen und Doktoranden zu einer großen Bandbreite an Themen. Die Promotionsprogramme sind qualitätsgesichert und bieten den Nachwuchsforschenden beste Bedingungen für ihre Promotion innerhalb einer festen Struktur.
In einem Promotionsprogramm promovieren
In einem strukturierten Promotionsprogramm promovieren Sie innerhalb einer festen Struktur (beispielsweise in einem Graduiertenkolleg), erstellen Ihre Dissertation innerhalb eines gemeinsam festgelegten Zeitplans, in dem die Promotionsfinanzierung (häufig) gesichert ist und werden durch mehrere Hochschullehrende betreut. Während Ihrer gesamten Arbeit stehen Sie in einem regen Austausch mit anderen Promovierenden sowie Betreuer:innen, mit denen Sie an gemeinsamen Forschungsprojekten arbeiten.
In zahlreichen qualitätsgesicherten, strukturierten Promotionsprogrammen promovieren aktuell mehr als 700 Doktorand:innen. Diese sind vielfältig ausgestaltet, um so dem Bedarf der Fächer gerecht zu werden. Neben den vier institutionell geförderten Graduiertenschulen der Universität Leipzig gibt es weitere drittmittelfinanzierte Graduiertenschulen sowie eine Reihe strukturierter Promotionsprogramme. Alle Programme weisen Qualitätsstandards für die Promotionsphase auf. Dazu gehören standardisierte, transparente Auswahlprozesse, eine Mehraugenbetreuung, der Abschluss von Betreuungsvereinbarungen sowie Qualifizierungsprogramme.
Initiativen für die Gründung bzw. Beantragung weiterer strukturierter Promotionsprogramme werden durch den Prorektor für Talententwicklung, die Forschungsakademie Leipzig und den Forschungsservice im Dezernat 1: Forschung und Transfer unterstützt.
Promotionsprogramme in den Geistes- und Sozialwissenschaften
Seit Oktober 2012 bietet das Institute for Peace and Security Studies an der Addis Ababa University (Äthiopien) mit der Universität Leipzig eine dreijährige, interdisziplinäre Doktorandenausbildung in dem Feld der Global and Area Studies an. Das Programm bietet eine Ausbildung für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Expertinnen und Experten in Globalisierungs- und Sicherheitsforschung an. Es qualifiziert sie für eine spätere Karriere in internationalen Organisationen, im Bereich Konfliktmanagement, -prävention und -lösung sowie Frühwarnung von Konflikten (ebenso wie andere Bereiche der entstehenden Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur, APSA) sowie als zukünftige Lehrbeauftragte, Wissenschaftler und Forscher für den sich schnell entwickelnden Hochschulsektor in Äthiopien und seinen Nachbarländern.
Die Graduate School „Global and Area Studies“ (GSGAS) möchte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zu einem Projekt einladen, das eine globale Reichweite besitzt und sowohl inter- als auch postdisziplinär in seiner Ausrichtung ist. In die Graduate School können ausgezeichnete Kandidatinnen und Kandidaten mit originellen Beiträgen aus allen Regionalstudien, aus der Geschichte, den Sozialwissenschaften sowie den International Studies aufgenommen werden, die auf der Suche nach einer umfassenden Antwort auf die allgemeine Frage, wie Gesellschaften auf der ganzen Welt auf die Dialektik von De- und Reterritorialisierung reagieren, sind. Von besonderem Interesse ist hierbei die Persistenz lang anhaltender sowie die Entstehung neuer räumlicher Rahmenbedingungen für die soziale Interaktion innerhalb und zwischen Kulturen, Nationen und regionalen Staatenclustern.
Die Graduiertengruppe erforscht literatur- und kulturwissenschaftliche Gegenstände in ihren kulturverbindenden und kulturübergreifenden Zusammenhängen. Die dabei entstehenden Projekte haben literatur- und kulturhistorische Erkenntnisziele, die sie sprach-, kultur- und epochenübergreifend verfolgen. Sie reflektieren theoretische und methodologische Probleme, basieren auf transdisziplinären Zusammenhängen und entstehen häufig im Rahmen von internationalen Forschungskooperationen. Die Arbeitsweise der Gruppe ist durch eine enge Kooperation zwischen Hochschullehrenden und Promovierenden geprägt, zugleich durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Eigeninitiative. In zwei gemeinsamen Kolloquien pro Semester werden die methodischen Grundlagen und die Arbeitsfortschritte der Promotionsprojekte diskutiert. Regelmäßige Vortragsreihen und Kolloquien der Lehrenden der Graduiertengruppe gewährleisten die Kontinuität der Betreuung.
Bestandteil der Graduiertengruppe ist der binationale PhD-Studiengang „Transcultural German Studies“ zwischen der Universität Leipzig und der University of Arizona, Tucson.
Getragen wird die Graduiertengruppe durch die folgenden Hochschullehrenden der Philologischen Fakultät:
- Prof. Dr. Dieter Burdorf (Germanistik, Sprecher der Graduiertengruppe)
- Prof. Dr. Anna Artwińska (Slavistik)
- Prof. Dr. Uta Felten (Romanistik)
- Prof. Dr. Ralf Haekel (Anglistik)
- PD Dr. Leonhard Herrmann (Germanistik)
- Prof. Dr. Jobst Welge (Romanistik)
Die International Max Planck Research School „Global Multiplicity – A Social Anthropology for the Now“ (IMPRS-GM) bietet Forschungsmöglichkeiten für Promovierende mit einem Hintergrund in Sozial- und Kulturanthropologie und verwandten Disziplinen. Eine Promotion ist in verschiedenen Forschungsbereichen möglich, darunter:
- Economic Re-ordering
- Political Potentials
- Legal Complexity and Justice.
Die IMPRS „Global Multiplicity“ bietet in strukturiertes Doktorand:innenausbildungs- und Mentor:innenprogramm unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung in Halle, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Universität Leipzig und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg an.
Das internationale Graduiertenkolleg „Belongings: Jewish Material Culture in Twentieth-Century Europe and Beyond“, ein Kooperationsprojekt der Hebräischen Universität, der Universität Leipzig und dem Dubnow-Institut, bietet ein Qualifizierungsprogramm für herausragende internationale Promovierende und wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Alfred Landecker-Stiftung.
Es vereint deutsche, israelische und andere internationale Forscherinnen und Forscher aus allen akademischen Karrierestufen und beruht auf der Idee, dass jüdische Geschichte auf substanzielle und innovative Weise durch die Analyse ihrer Welt der Objekte rekonstruiert, erzählt und erinnert werden kann. Dazu gehören Objekte, die verloren gingen, imaginiert und herbeigesehnt wurden oder durch die Katastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts eine erkennbare Leerstelle hinterließen.
Neben der individuellen Promotion können Sie Ihre Doktorarbeit am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) auch im Rahmen des Strukturierten Promotionsprogramms Translatologie und Angewandte Linguistik anfertigen. Das Programm beinhaltet ein promotionsbegleitendes Curriculum mit Vorlesungen und Seminaren. Das Programm fördert die Arbeit an der Dissertation in den Fachgebieten, die durch Forschung und Lehre am IALT vertreten sind. Im Strukturierten Promotionsprogramm haben die Doktorandinnen und Doktoranden auch die Möglichkeit, erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten im Rahmen von Lehrpraktika anzuwenden. In der Regel umfasst die Qualifikationsdauer im strukturierten Promotionsprogramm drei Jahre (sechs Semester im Präsenzstudium). Der Gesamtumfang des Arbeitsaufwandes beträgt 180 Leistungspunkte.
Promotionsprogramme in den Lebenswissenschaften
Entwicklung, Anwendung und Evaluation von Methoden zur Bewegungsanalyse von Menschen und Tieren sowie interagierender Geräte/Hilfsmittel
Die Graduiertengruppe ist aus der interdisziplinären Zusammenarbeit der Veterinärmedizinischen und Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig sowie dem Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Zentrum der HTWK Leipzig entstanden. Die Mitglieder – Promovierende, Postdocs und Hochschullehrende – verbindet die gemeinsame Nutzung und Weiterentwicklung des vorhandenen und etablierten breiten Spektrums an modernen und leistungsstarken Methoden zur Analyse und Optimierung von Bewegungen bei Mensch und Tier.
Die Partner bearbeiten übergreifende Fragestellungen im Kontext Gesundheit, Leistung und Lebensstil/Tierwohl. Biomechanische Methoden werden fachübergreifend zur Entwicklung und Evaluation von Interventionen zum Nachweis von Dosis-Wirkungsbeziehungen eingesetzt. Diese umfassen sowohl aktive Interventionen zur neuromuskulären Optimierung als auch passive, also Hilfsmittel und Implantate. Mit der Graduiertengruppe werden fakultäts- und fachgebietsübergreifende Strukturen geschaffen und die Vernetzung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gefördert. Dadurch entsteht ein Zugang zur vergleichenden Biotechnik von Mensch und Tier, um beispielsweise Tiere als Modelle für menschliche Athleten zu nutzen und umgekehrt. Aus der Zusammenarbeit der Graduiertengruppe wird perspektivisch die Entwicklung eines interdisziplinären Kompetenzzentrums für die Bewegungsanalyse von Lebewesen angestrebt.
Sprecherinnen und Sprecher der Gruppe sind: Prof. Christoph Mülling (Veterinär-Anatomisches Institut der Universität Leipzig), Prof. Maren Witt (Sportwissenschaftliches Institut der Universität Leipzig) und Prof. Hans-Jürgen Dobner (Mathematisch Naturwissenschaftliches Zentrum, HTWK Leipzig).
Die Brain Dynamics Graduate School ist ein kollaboratives Forschungsnetzwerk mit einem interdisziplinären Ansatz zur Erforschung von Hirnfunktionen und -dysfunktionen, von einzelnen Synapsen bis hin zu kognitiven Mechanismen. Die Graduate School bringt Grundlagen- und angewandte Forscher:innen mit komplementären Interessen und Fachkenntnissen in allen modernen Spezialisierungen der Neurowissenschaften zusammen, darunter Neurophysiologie, Neuroanatomie, Computational Neuroscience und Kognitionswissenschaften.
Das internationale Graduiertenkolleg „TreeDì - 林地 - TreeDiversity Interactions: Die Rolle von Baum-Baum-Interaktionen in lokalen Nachbarschaften in subtropischen Wäldern“ des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv) mit der University of Chinese Academy of Sciences (UCAS) in China erforscht, wie sich Baum-Baum Interaktionen in lokalen Nachbarschaften zu den beobachteten positiven Effekten von Baumarten-Reichtum auf ökosystemare Schlüsselfunktionen auswirken. Das internationale Qualifikationsprogramm sieht einen intensiven chinesisch-deutschen Kulturaustausch während eines sechsmonatigen Forschungsaufenthalts im Partnerland vor. Des Weiteren gibt es ein gemeinsames Promovierenden-Betreuungs-Komitee mit chinesischen und deutschen Projektleiterinnen und -leitern und eine enge Zusammenarbeit mit führenden Köpfen der Biodiversitätsforschung.
Die iDiv Graduiertenschule für junge Biodiversitätswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ist Teil des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig. Ihr Ziel ist es, zwischen verschiedenen Ebenen der Biodiversitätsforschung Brücken zu schlagen – von der theoretischen Arbeit bis hin zur anwendungsorientierten Forschung für den Naturschutz. Auch hinsichtlich der methodischen Ansätze und Forschungsgegenstände setzt iDiv auf Vielfalt: von Modellversuchen zu Feldexperimenten, von der Untersuchung einzelner Organismen zu manipulated communities und ganzen Ökosystemen. Der transdisziplinäre Ansatz von iDiv bedeutet für die Promovierenden und ihre Betreuenden sowohl Chance als auch Herausforderung. In der iDiv Graduiertenschule erwerben junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Fähigkeit, Wissen und Techniken aus vielfältigen Disziplinen sinnvoll zu integrieren und verschiedene Forschungsansätze in ihrer Arbeit zu kombinieren.
Das integrierte Graduiertenkolleg „Strukturelle Dynamik der GPCR-Aktivierung und Signaltransduktion" ist Bestandteil des Sonderforschungsbereichs 1423, bei dem es um die Kommunikation von Zellen über wichtige Rezeptoren geht. Sprecher des Graduiertenkollegs ist Prof. Dr. Daniel Huster.
Zellen kommunizieren untereinander und mit ihrer Umwelt über Rezeptoren. Diese sitzen in der Zellwand und erkennen ein bestimmtes Signal, das sie ins Innere der Zelle weiterleiten und damit eine Reaktion der Zelle hervorrufen. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) sind die größte Gruppe dieser Membranrezeptoren und kommen in fast allen Lebewesen vor. In der Medizin nehmen GPCRs eine Schlüsselposition ein: Etwa 30 Prozent aller verschreibungspflichtigen Medikamente wirken über diese Rezeptoren, allerdings wird bislang nur das Potenzial von einer kleinen Gruppe von Rezeptoren genutzt.
Das Graduiertenkolleg nimmt die individuelle Karriereentwicklung der Promovierenden in den Blick. Zum Qualifizierungsprogramm gehören unter amderem wissenschaftliche Module, Labor-Rotationen an der Vanderbilt University in den USA, eine jährliche Sommerschule und Kurse zu Professional Skills wie zum Beispiel Führung, Kommunikation oder Forschungsdatenmanagement.
Die International Max Planck Research School „The Leipzig School of Human Origins“ (IMPRS LSHO) ist ein internales Promotionsprogramm, das die evolutionäre Geschichte von Menschen und Menschenaffen fächerübergreifend erforscht. Im Rahmen dieses Projekts des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und unserer Universität forschen Universitätsabsolventinnen und -absolventen verschiedener Fachrichtungen gemeinsam an Projekten.
Die International Max Planck Research School (IMPRS) on Cognitive NeuroImaging zielt darauf ab, die nächste Generation von Wissenschaftlern in den hochgradig interdisziplinären und schnelllebigen Bereichen der menschlichen Neurowissenschaften, insbesondere der kognitiven Neurowissenschaften und des Neuroimaging, auszubilden und zu fördern. Das Forschungsgebiet umfasst ein breites Spektrum von Anwendungen in verschiedenen Bereichen der menschlichen Neurowissenschaften und der Kognition bis hin zur Entwicklung neuer Methoden in den Bereichen Neuroimaging, Computational Neuroscience und künstliche Intelligenz. Um dieses breite Spektrum abzudecken und höchste wissenschaftliche Qualität zu gewährleisten, vereint die IMPRS CoNI internationale Exzellenz durch eine Partnerschaft des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) und der Universität Leipzig mit zusätzlicher Unterstützung der assoziierten Partner TU Dresden (TUD) und University College London (UCL).
Die International Max Planck Research School „Neuroscience of Communication: Function, Structure, and Plasticity“ (IMPRS NeuroCom) ist eine Graduiertenschule mit Sitz am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften. Innerhalb des strukturierten Programms werden Doktorandinnen und Doktoranden im multidisziplinären Bereich der Kognitiven Neurowissenschaft ausgebildet. Dabei liegt der Fokus auf den behavioralen und neuronalen Grundlagen der Kommunikation. Klinische und Entwicklungsaspekte und deren korrespondierende Gehirnplastizität spielen eine große Rolle in der Forschung.
Das Doktorandenprogramm an der Max Planck School of Cognition bietet besonders begabten Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, sich im rasant entwickelnden Feld der Kognitionswissenschaft ein außergewöhnlich breites Verständnis für die verschiedenen Methoden und Forschungsansätze anzueignen.
Die School schließt eine Reihe exzellenter und weltbekannter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, die in der Forschung tätig sind und deren wissenschaftliche Interessen sich trotz ihres unterschiedlichen fachlichen Hintergrunds überschneiden und ergänzen. Die Forscher kommen von Max-Planck-Instituten, Universitäten, der Helmholtz-Gemeinschaft sowie der Fraunhofer-Gesellschaft.
ECO-N wird ab September 2024 bis zu 40 Doktorand:innen in zwei Kohorten ein exzellentes Forschungs- und Qualifikationsumfeld bieten. Die Research Training Group wird eine neue Generation von Nachhaltigkeitsforscher:innen ausbilden, die sowohl eine exzellente Beherrschung quantitativer Forschungsmethoden zum Verständnis spezifischer natürlicher oder anthropogener Gemeingüter entwickeln als auch eine systemische Perspektive auf vernetzte natürliche Gemeingüter und die Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung einnehmen.
Die Informationsverarbeitung durch das Nervensystem basiert auf der Kommunikation zwischen Neuronen und ihren Partnerzellen. Die verschiedenen neuronalen Kommunikationswege unterscheiden sich zwar erheblich in Bezug auf die Signalentfernung und -geschwindigkeit, haben aber auch ein gemeinsames Merkmal: Sie sind einstellbar. Diese wichtige Eigenschaft ermöglicht es, die Signalübertragung aktivitätsabhängig und als Reaktion auf veränderte physiologische Anforderungen abzustimmen.
NeuroTune ist ein interdisziplinäres Graduiertenkolleg, das molekulare Mechanismen erforscht, die die Art und Weise verändern, wie Informationen von Neuronen übertragen und empfangen werden. Die erste fünfjährige Förderperiode basiert auf 40 voll finanzierten Doktorandenprojekten in den Lebenswissenschaften und der Medizin an der Universität Leipzig.
Die Graduiertenschule „Futures for Earth, Humans and Nature“ ist als interdisziplinäre Plattform für Forschung und Lehre konzipiert. Sie vereint wissenschaftliche Ausbildungsprogramme der Fakultäten für Physik und Erdsystemwissenschaften, Lebenswissenschaften, der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie Lehrveranstaltungen aus Partner-Graduiertenprogrammen (siehe unten). Die GS FoEHN ist eine Dachstruktur innerhalb des strategischen Forschungsfelds „Sustainable Principles for Life and Health“ der Universität Leipzig. Sie bietet umfassende Unterstützung für Doktoranden aller wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit drängenden globalen Herausforderungen an der Schnittstelle von Klima, Biodiversität und Gesellschaft befassen. Die GS FoEHN selbst bietet Lehrveranstaltungen zu disziplinären und interdisziplinären Forschungsfragen im Zusammenhang mit Klima, Biodiversität, Wirtschaft und Psychologie sowie deren Wechselwirkungen an. Alle Mitglieder der GS FoEHN können grundsätzlich Kurse von Partnerinstitutionen besuchen, um ihre Forschungs- und Ausbildungsbedürfnisse zu ergänzen, und umgekehrt.
Die „Helmholtz Interdisciplinary GRADuate School for Environmental Research (HIGRADE)“ bietet einen Rahmen für die Ausbildung einer neuen Generation international wettbewerbsfähiger Promovierender im Bereich der Umweltwissenschaften. Unser Ziel ist es, Promovierende am UFZ auf Karrieren in verschiedenen Bereichen der Umweltwissenschaften wie die Übernahme von Führungspositionen in Forschung, Management und Politik, Technologieentwicklung oder Beratung und Bildung vorzubereiten.
Promotionsprogramme in der Mathematik, Informatik und den Naturwissenschaften
Die statistische Physik komplexer Systeme ist ein breitgefächertes Gebiet, das sich von der Erforschung von Quantenphänomenen bis hin zum Studium des Konformationsverhaltens von Biomolekülen erstreckt. Ein solch umfassendes Gebiet kann nur erfolgreich durch die Anwendung von verschiedenen theoretischen Methoden erfasst werden. Im von der Université Nancy und der Universität Leipzig gemeinsam betreuten Graduiertenkolleg werden die in Nancy vorhandene Expertise in der analytischen Theorie und die langjährige Erfahrung in den anspruchsvollen computerorientierten Simulationsstudien aus Leipzig zusammengebracht. Diese Zusammenarbeit verspricht somit durch attraktive Forschung eine einzigartige Chance für die postgraduale Qualifikation von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern auf diesen Forschungsfeldern. Zusätzlich leisten die beteiligten deutschen und französischen Wissenschaftler wichtige Beiträge für eine weiterreichende Internationale Vernetzung. Auf der französischen Seite gibt es binationale Stipendien mit der Ukraine und Russland, die durch die CNRS gefördert werden; auf der deutschen Seite eine Instituts-Partnerschaft der Alexander von Humboldt Stiftung mit Kraków (Polen) und das EU RTN Netzwerk „ENRAGE“, das aus 13 Europäischen Arbeitsgruppen besteht.
Die Graduiertenschule „Building with Molecules and Nano-objects“ (BuildMoNa) konzentriert sich auf die interdisziplinäre Ausbildung von jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, basierend auf fachübergreifender, exzellenter Forschung. Diese folgt der „bottom-up “-Strategie bei der Entwicklung neuer Materialien: Aus geeigneten Bausteinen, wie Nanopartikeln, veränderbaren Molekülen, Polymergerüsten, Peptiden und Proteinen, werden vorzugsweise über Mechanismen der Selbstorganisation neue Materialien hergestellt, die intelligent, anpassungsfähig, umweltfreundlich und kostengünstig sind und lebender Materie ähneln. Dieser Paradigmenwechsel von homogenen, ausgedehnten hin zu multifunktionalen Materialien, welche auf intelligenter Kombination oben genannter Bausteine basieren, wird zukünftig den Wissenstransfer zwischen Grundlagenforschung und angewandten Wissenschaften wesentlich bestimmen. Die Aktivitäten von BuildMoNa spiegeln sich in der interdisziplinären Forschung, der Anwendung und Entwicklung neuartiger Methoden sowie der fachübergreifenden Ausbildung wider.
HYP*MOL ist ein selbstorganisiertes Forschungsnetzwerk zur Hyperpolarisation in molekularen Systemen. Es wurde im Mai 2023 von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) als Sonderforschungsbereich/Transregio bewilligt und startete am 1. Oktober 2023. HYP*MOL will zum grundlegenden Verständnis der Erzeugung von elektronischer und Kernspin-Hyperpolarisation, ihres Transports durch molekulare Strukturen und ihrer Kontrolle beitragen.
Die Internationale Max Planck Research School „Mathematics in the Sciences“ (IMPRS MiS) ist eine Kooperation zwischen dem Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften und den Instituten für Mathematik, Informatik und Physik der Universität Leipzig. Die Grundidee der IMPRS MiS ist es, den Promovierenden eine gemeinsame Sicht der mathematischen Wissenschaften zu vermitteln, das heißt die Mathematik als ein Werkzeug zum Verstehen und Beschreiben der wissenschaftlichen Probleme zu begreifen und umgekehrt auf die Tatsache hinzuweisen, dass wissenschaftliche Anwendungen zu einer neuen und anspruchsvollen Mathematik führen. Das wissenschaftliche Programm der IMPRS MiS ist auf die interdisziplinärere Forschung und die Ausbildung der Promovierenden fokussiert. Das beinhaltet eine breite Spanne mathematischer Forschungsgebiete wie Geometrie, partielle Differentialgleichungen und Funktionalanalysis, Stochastik und diskrete Mathematik.
Partikel in der Troposphäre spielen eine wichtige Rolle in zahlreichen Wissenschaftsbereichen wie die Erfassung der Luftqualität, die Beschreibung chemischer Prozessen atmosphärischer Gase und Aerosole, die Analyse von Wolken-und Niederschlagsbildung bis hin zu Prognosen zum Klimawandel. Die dazugehörigen Prozesse sind hochgradig komplex und erfordern Expertise auf den Gebieten der Festkörperphysik, Strömungsdynamik, der elektromagnetischen Feldtheorie, der Meteorologie, der organischen Chemie oder der heterogenen Chemie. Das Ziel der „Leipziger Graduiertenschule für Aerosole, Wolken und Strahlung am Beispiel des Mineralstaubs“ ist die Kopplung dieser Expertise in Form einer Partnerschaft des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung mit der Universität Leipzig, um Promovierenden ein interdisziplinäres Ausbildungs- und Forschungsumfeld zur Verfügung zu stellen. In diesem Konsortium liegt der Fokus des wissenschaftlichen Arbeitens auf dem Erreichen eines besseren Verständnis physikalischer und chemischer Prozesse im Bereich Wolken, Aerosole und deren Strahlungseigenschaften.
Der Transregionale Forschungsverbund TR 172 (AC)³ bietet ein Forschungsumfeld, um den Anstieg der arktischen Oberflächen-Temperatur in den letzten Jahrzehnten – gemeinhin als „Arktische Verstärkung“ bezeichnet – aus komplementären Blickwinkeln zu untersuchen und dabei verschiedene Beobachtungs- und Modellierungsansätze miteinander zu verknüpfen.
Die Universität Leipzig hat als koordinierende Universität gemeinsam mit der Universität Bremen, der Universität zu Köln, dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) Fördermittel für dieses Forschungsprojekt beantragt.
Das übergeordnete wissenschaftliche Ziel von (AC)³ ist es, die Schlüsselprozesse zu identifizieren, zu untersuchen und zu bewerten, die zur arktischen Verstärkung beitragen, unser Verständnis der wichtigsten Rückkopplungsmechanismen zu verbessern und deren relative Bedeutung für die arktische Verstärkung zu quantifizieren.
ScaDS.AI (Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence) Dresden/Leipzig ist ein Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz (KI), Datenwissenschaften und Big Data mit Standorten in Dresden und Leipzig. Es ist eines der fünf neuen KI-Zentren in Deutschland, die im Rahmen der KI-Strategie der Bundesregierung gefördert werden. Neben der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird ScaDS.AI auch durch den Freistaat Sachsen finanziert. Als dauerhafte Forschungseinrichtung an beiden Standorten ist ScaDS.AI Dresden/Leipzig eng mit der Technischen Universität Dresden und der Universität Leipzig verbunden.
Die School of Embedded Composite Artificial Intelligence (SECAI) ist ein Projekt von TU Dresden und Universität Leipzig zur Förderung der Künstlichen Intelligenz (KI) in Forschung und Ausbildung. SECAI vergibt Stipendien, stärkt die Lehre, finanziert Forschende und fördert internationalen Austausch.
Die vertiefende forschungsorientierte Ausbildung nach dem Masterabschluss ist ein zentraler Aktivitätsbereich von SECAI. Aufgrund der besonderen, fachübergreifenden Ausrichtung der School gibt es dabei nicht nur Promovierende sondern auch sogenannte Clinician Scientists, die bereits eine Promotion abgeschlossen haben und deren Ziel in SECAI eine (erste) größere Publikation ist.
SECAI stellt jedes Jahr etwa zehn Doktorand:innen und Clinician Scientists ein, die typischerweise im September anfangen. Die Jobauschreibungen erfolgen normalerweise im Frühling des entsprechenden Jahres. Die Schule bevorzugt ein „straffes“ Dreijahresmodell für den Abschluss von Doktorarbeiten, ist sich aber bewusst, dass dieser Plan aufgrund von interdisziplinären Unterschieden – beispielsweise können Clinician Scientists bereits in zwei Jahren fertig werden – persönlichen Umständen und beruflichen Gründen angepasst werden muss.
Zusätzlich zu den von SECAI direkt finanzierten Doktoranden und Clinician Scientists werden weitere KI-Forscher:innen vergleichbarer Karrierestufen in die School eingebunden. Diese assoziierten Mitglieder werden wissenschaftlich und organisatorisch eng integriert und erhalten Zugang zu allen SECAI-Förderprogrammen. Außerdem vernetzt sich SECAI mit anderen thematisch relevanten Graduiertenprogrammen und setzt gemeinsame Aktivitäten um.